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Entgiftung: was im Körper wirklich passiert

Wie Leber, Nieren und Darm Stoffe abbauen — und was Lebensmittel dazu beitragen

Entgiftung: was im Körper wirklich passiert

Entgiftung ist kein Wellness-Programm, sondern Dauerbetrieb: Leber, Nieren, Darm, Lunge und Haut bauen ununterbrochen Stoffwechselprodukte und Fremdstoffe ab und scheiden sie aus. Den größten Teil erledigt die Leber in zwei Phasen — erst wird der Stoff chemisch verändert, dann wasserlöslich gemacht und über Galle oder Nieren entsorgt. Lebensmittel schalten diesen Vorgang weder an noch aus.

Was Lebensmittel liefern, sind Bausteine: Schwefelverbindungen, Aminosäuren, Bitterstoffe, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Chlorella, Mariendistel und Ingwer gehören zu den Pflanzen, die in diesem Zusammenhang am häufigsten genannt und untersucht werden.

Was hinter dem Wort Entgiftung steckt

Der Ausdruck 'entgiftende Lebensmittel' legt nahe, dass ein Nahrungsmittel Gift aus dem Körper zieht. So funktioniert es nicht. Der Abbau läuft über Enzymsysteme der Leber — in Phase eins vor allem die Cytochrom-P450-Familie, in Phase zwei Konjugationsenzyme, die den Zwischenprodukten Glutathion, Sulfat oder Glucuronsäure anhängen und sie damit wasserlöslich machen. Für diese Reaktionen braucht der Körper Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, und die kommen aus dem Essen.

Chlorella ist eine Süßwasser-Grünalge, deren feste Zellwand und deren Verhalten gegenüber Metallen erforscht werden. Die Mariendistel liefert mit Silymarin einen der am gründlichsten untersuchten Pflanzenauszüge überhaupt. Für beide gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe — was über sie gesagt werden darf, ist Botanik, Tradition und Forschungsstand.

Chlorella und Spirulina: zwei sehr verschiedene Organismen

Chlorella und Spirulina werden ständig in einem Atemzug genannt, sind aber grundverschieden: Chlorella ist eine echte Grünalge mit fester Zellwand, Spirulina ein Cyanobakterium ohne solche Wand. Beide bringen Protein, Vitamine, Mineralstoffe und Farbstoffe mit — Chlorophyll bei Chlorella, das blaue Phycocyanin bei Spirulina.

Die feste Zellwand ist der Grund, warum Chlorella für die Verdauung aufgeschlossen werden muss; wie sie sich gegenüber Metallen verhält, ist ein laufendes Forschungsthema und keine zugesagte Wirkung. In unserem Shop findest du die Chlorella Bio Tabletten.

Curcuma: Gewürz mit langer Geschichte

Curcuma, auch Gelbwurz, ist das Rhizom einer Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse und seit Jahrhunderten fester Bestandteil der indischen Küche wie auch des Ayurveda und der chinesischen Medizin. Die gelbe Farbe stammt von den Curcuminoiden. Curcumin gehört zu den meistuntersuchten Pflanzenstoffen überhaupt; im Labor stehen seine Effekte auf entzündliche Signalwege und auf Enzymsysteme im Fokus.

Beim Menschen ist die Datenlage dünner, als die Zahl der Veröffentlichungen vermuten lässt — Curcumin wird im Darm schlecht aufgenommen und rasch wieder ausgeschieden. In der Küche spielt das keine Rolle: Curcuma würzt Currys, Reis, Linsen und Gemüsepfannen, und mit etwas Fett und schwarzem Pfeffer schmeckt es runder.

Was Ballaststoffe im Darm tun

Ballaststoffe erreichen den Dickdarm weitgehend unverdaut. Dort sind sie Nahrung für die Darmbakterien, die daraus unter anderem kurzkettige Fettsäuren bilden. Gleichzeitig binden sie Wasser und vergrößern das Stuhlvolumen. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst sind die wichtigsten Quellen.

Für die Ausscheidung ist das deshalb relevant, weil ein Teil der in der Leber umgebauten Stoffe über die Galle in den Darm gelangt. Was dort nicht wieder aufgenommen wird, verlässt den Körper mit dem Stuhl. Das ist ganz normale Verdauungsphysiologie — keine Kur, sondern Alltagskost.

Antioxidantien und freie Radikale

Freie Radikale sind Moleküle mit einem ungepaarten Elektron und deshalb sehr reaktionsfreudig. Sie entstehen ganz normal im Stoffwechsel, etwa bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien, und zusätzlich durch Rauch, UV-Strahlung und Schadstoffe. Der Körper hält eigene Schutzsysteme dagegen bereit, darunter Glutathion und mehrere Enzyme. Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen; was freie Radikale genau sind, steht im Glossar.

Unser Vitamin C forte 540 ergänzt die tägliche Zufuhr, wenn frisches Obst und Gemüse einmal zu kurz kommen.

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Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind entgiftende Lebensmittel?

Der Ausdruck ist irreführend: Kein Lebensmittel entgiftet. Den Abbau erledigen Leber, Nieren und Darm. Das Essen liefert die Bausteine dafür — Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe.

Was ist an Chlorella erforscht?

Chlorella ist eine Grünalge mit fester Zellwand. Wie sich diese Zellwand gegenüber Metallen verhält, wird untersucht. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe gibt es dazu nicht.

Welche Lebensmittel sind reich an Antioxidantien?

Beeren, grüner Tee, Nüsse, buntes Gemüse und Zitrusfrüchte. Für Vitamin C gilt der zugelassene Wortlaut: Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Welche Rolle spielt der Darm dabei?

Ein Teil der in der Leber umgebauten Stoffe gelangt über die Galle in den Darm und verlässt den Körper mit dem Stuhl. Ballaststoffe sind dabei die Nahrung der Darmbakterien.

Was steckt in Curcuma?

Die Curcuminoide, allen voran Curcumin. Sie geben dem Gewürz seine Farbe und sind ein großes Forschungsthema; belastbare Aussagen für den Menschen fehlen bislang.

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