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Curcuma (Curcumin)

Curcuma (Curcuma longa), auch als Gelbwurz bekannt, enthält den Wirkstoff Curcumin, der für seine starken entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften geschätzt wird.

Curcuma (Curcumin)
Eine Kapsel aus der YourPowerFoods-Dose enthält 430 mg Curcuma-Extrakt mit einem Curcumin-Gehalt von 409 mg. Rechnet man das auf gewöhnliches Kurkuma-Pulver aus dem Gewürzregal um, das je nach Herkunft zwischen 2 und 5 Prozent Curcumin enthält, entspricht der Curcumin-Anteil einer Kapsel grob 8 bis 20 Gramm Gewürz. Das ist eine Menge, die man über die Küche kaum sinnvoll erreicht.

Deshalb greift die Forschung fast immer zu Extrakten. Curcumin ist der gelbe Farbstoff aus der Wurzel von Curcuma longa, einer Pflanze aus der Ingwerfamilie, die vor allem in Süd- und Südostasien angebaut wird. Kocaadam und Şanlıer beschreiben in Critical Reviews in Food Science and Nutrition (2017), dass Curcumin ein lipophiler Polyphenol-Stoff aus dem Rhizom der Pflanze ist und in der traditionellen Küche Indiens, Chinas, Thailands und Malaysias eine feste Rolle spielt.

Das Grundproblem von Curcumin ist die Bioverfügbarkeit. Der Stoff wird im Darm schlecht aufgenommen und schnell verstoffwechselt. Aus diesem Grund kombinieren Präparate ihn oft mit Piperin, dem Scharfstoff aus schwarzem Pfeffer. Auch die Kapsel im Sortiment enthält 6,0 mg Pfeffer-Extrakt mit 5,7 mg Piperin. Das Verhältnis liegt bei rund 72 zu 1 zugunsten des Curcumins.

Zum Forschungsstand: In den letzten Jahren sind mehrere systematische Übersichtsarbeiten erschienen. Zeng et al. werteten in Frontiers in Immunology 2022 randomisiert-kontrollierte Studien zu Curcumin bei Arthritis aus und berichteten Effekte auf Symptome und Entzündungsmarker der untersuchten Patienten. Marton et al. sichteten in Frontiers in Endocrinology 2021 sechzehn Studien zu Curcumin und Diabetes mellitus und beschrieben Effekte auf Stoffwechselparameter. Giordano und Tommonaro fassten in Nutrients 2019 präklinische Arbeiten zu Curcumin und Krebs zusammen und beschrieben Wechselwirkungen mit Wachstumsfaktoren, Enzymen und Zytokinen. Kasprzak-Drozd et al. besprachen 2024 in International Journal of Molecular Sciences den Einsatz bei Hauterkrankungen wie Psoriasis, Akne und UVB-bedingten Schäden.

All diese Arbeiten haben eine Gemeinsamkeit: Die Autoren betonen, dass größere klinische Studien fehlen. Kasprzak-Drozd et al. schreiben ausdrücklich, dass zur Bestätigung der Ergebnisse umfangreichere klinische Untersuchungen nötig sind. Auch Marton et al. weisen darauf hin, dass die Studienlage heterogen ist und Dosierungen, Extraktqualitäten und Studiendauern schwer vergleichbar sind. Curcumin ist also gut untersucht, aber die EU hat bisher keine gesundheitsbezogene Angabe für den Stoff zugelassen. Das heißt: Es gibt Hinweise, aber keinen amtlichen Wirknachweis.

Zur Einordnung der Menge: Viele klinische Studien arbeiten mit Tagesdosen zwischen 500 und 2000 mg Curcumin. Eine Kapsel des Produkts mit 409 mg Curcumin liegt am unteren Rand dieses Spektrums. Wer die in Studien verwendeten Dosierungen erreichen möchte, käme also je nach Studienprotokoll auf eine bis fünf Kapseln pro Tag. Die Herstellerangabe zur empfohlenen Verzehrmenge ist einzuhalten und darf nicht überschritten werden.

Die Zusammensetzung ist übersichtlich: Curcuma-longa-Extrakt mit einem standardisierten Curcumin-Anteil von 95 Prozent, schwarzer Pfeffer-Extrakt mit ebenfalls 95 Prozent Piperin, Reisfaser als Füllstoff und eine Kapselhülle aus Cellulose. Damit ist das Produkt vegan. Es enthält keine Farbstoffe, Aromen oder Süßungsmittel. Bei 60 Kapseln pro Dose und einem Preis von 33,00 Euro liegt der Preis pro Kapsel bei 55 Cent, was pro Gramm reinem Curcumin ungefähr 1,34 Euro entspricht.

Wichtig bei der Beurteilung solcher Präparate ist der Kontext: Curcumin ist kein Medikament. Wer regelmäßig Blutverdünner nimmt, schwanger ist, stillt oder Gallenwegserkrankungen hat, sollte die Einnahme mit Arzt oder Heilpraktiker abklären. Curcumin kann die Gallensaftbildung beeinflussen und mit einigen Arzneimitteln interagieren. Das ist keine Panikmache, sondern der Grund, warum auf jeder Dose der Hinweis auf ärztliche Rücksprache steht.

Das Produkt ist seit dem 7. Juni 2019 im Sortiment. Franz hat sich damals für eine hochkonzentrierte Variante mit Piperin entschieden, weil niedrig dosierte Kurkuma-Kapseln ohne Aufnahmeverstärker in vielen Fällen kaum messbare Blutspiegel liefern. Ob Curcumin für einen selbst sinnvoll ist, hängt vom individuellen Ziel und der ärztlichen Einschätzung ab – die reine Forschungslage rechtfertigt weder Euphorie noch pauschale Ablehnung.

Wirkung

Zu Curcumin liegen mehrere systematische Übersichtsarbeiten vor, darunter Zeng et al. (Frontiers in Immunology 2022) zu Arthritis, Marton et al. (Frontiers in Endocrinology 2021) zu Diabetes mellitus und Kasprzak-Drozd et al. (International Journal of Molecular Sciences 2024) zu Hauterkrankungen. Die Autoren berichten Effekte in den ausgewerteten Studien, betonen jedoch, dass größere klinische Untersuchungen zur Bestätigung nötig sind. In der EU ist bislang keine gesundheitsbezogene Angabe für Curcumin zugelassen.

Dosierung

Eine Kapsel enthält 409 mg Curcumin plus 5,7 mg Piperin zur besseren Aufnahme. Klinische Studien arbeiten häufig mit Tagesdosen zwischen 500 und 2000 mg Curcumin, wobei die Extraktqualität stark variiert. Die vom Hersteller angegebene empfohlene Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Bei Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit oder Gallenwegsproblemen vor Beginn den Arzt oder Heilpraktiker fragen.

Natürliche Quellen

Curcuma-Wurzel (Gelbwurz), Currypulver, standardisierte Extrakte.

Wissenschaftliche Quellen

Zeng et al., Frontiers in Immunology 2022, DOI: 10.3389/fimmu.2022.891822 Giordano & Tommonaro, Nutrients 2019, DOI: 10.3390/nu11102376 Kocaadam & Şanlıer, Critical Reviews in Food Science and Nutrition 2017, DOI: 10.1080/10408398.2015.1077195 Marton et al., Frontiers in Endocrinology 2021, DOI: 10.3389/fendo.2021.669448 Kasprzak-Drozd et al., International Journal of Molecular Sciences 2024, DOI: 10.3390/ijms25073617

Häufige Fragen

Warum ist in den Kapseln schwarzer Pfeffer?

Piperin, der Scharfstoff aus schwarzem Pfeffer, wird eingesetzt, um die Aufnahme von Curcumin im Darm zu verbessern. Curcumin allein wird schlecht resorbiert und schnell verstoffwechselt. Pro Kapsel sind 5,7 mg Piperin enthalten.

Wie viel Curcumin steckt in einer Kapsel im Vergleich zu Kurkuma-Gewürz?

Eine Kapsel liefert 409 mg reines Curcumin. Gewürz-Kurkuma enthält je nach Herkunft nur 2 bis 5 Prozent Curcumin, daher müsste man grob 8 bis 20 Gramm Pulver essen, um denselben Curcumin-Gehalt zu erreichen. Das ist über die Küche kaum realistisch.

Ist das Produkt vegan?

Ja. Die Kapselhülle besteht aus Cellulose, als Füllstoff dient Reisfaser. Tierische Inhaltsstoffe kommen nicht vor, ebenso keine Farbstoffe oder Aromen.

Was kostet ein Gramm Curcumin bei diesem Produkt?

Bei 60 Kapseln zu je 409 mg Curcumin enthält die Dose rund 24,5 Gramm reines Curcumin. Bei 33,00 Euro Verkaufspreis liegt der Preis pro Gramm Curcumin bei etwa 1,34 Euro.

Darf ich Curcumin bei Medikamenteneinnahme nehmen?

Curcumin kann die Gallensaftbildung anregen und mit einigen Arzneimitteln wechselwirken, darunter Blutverdünner. Bei laufender Medikation, Schwangerschaft, Stillzeit oder Gallenwegserkrankungen sollte vor der Einnahme der Arzt oder Heilpraktiker gefragt werden.

Was sagt die Forschung konkret zu Curcumin?

Es gibt systematische Übersichtsarbeiten zu Arthritis (Zeng et al. 2022), Diabetes (Marton et al. 2021), Krebs-Signalwegen (Giordano & Tommonaro 2019) und Hauterkrankungen (Kasprzak-Drozd et al. 2024). Die Autoren berichten Hinweise auf Effekte, weisen aber zugleich auf die Notwendigkeit größerer klinischer Studien hin. Eine EU-zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert bisher nicht.

Wie hoch war die Dosierung in den Studien?

Die klinischen Untersuchungen arbeiten meist mit Tagesdosen zwischen 500 und 2000 mg Curcumin, je nach Studienprotokoll und Extraktart. Eine Kapsel dieses Produkts liegt mit 409 mg Curcumin am unteren Ende dieses Bereichs.

Auf einen Blick

Kategorie
Pflanzenextrakte
Auch bekannt als
Kurkuma, Gelbwurz, Indischer Safran, Curcuma longa
Tags
EntzündungshemmendAntioxidansGelenkeImmunsystem