Bärlauch (Allium ursinum) wächst im Frühjahr in feuchten Laubwäldern und gehört wie Knoblauch und Zwiebel zu den Lauchgewächsen. Erkennbar ist er am Geruch: Zwischen den Fingern zerrieben riechen die Blätter deutlich nach Knoblauch. Seine Schwefelverbindungen geben ihm den Geschmack und machen ihn zum Forschungsobjekt.
Von Ende März bis in den Mai hat er Saison, danach blüht er und schmeckt bitter. Hier liest du, was in den Blättern steckt, wie du ihn sicher von seinen giftigen Doppelgängern unterscheidest und was in der Küche daraus wird.
Bärlauch und seine Schwefelverbindungen
Bärlauch enthält schwefelhaltige Verbindungen, allen voran Alliin. Erst beim Zerschneiden oder Zerkauen trifft es auf das Enzym Alliinase und wird zu Allicin – derselbe Vorgang wie beim Knoblauch. Das erklärt, warum ein unversehrtes Blatt kaum riecht und ein zerriebenes umso mehr.
Schwefelverbindungen sind ein großes Forschungsthema, weil der Körper Schwefel für die Bildung von Glutathion braucht, einem Molekül, das in der Leber am Umbau von Stoffwechselprodukten beteiligt ist. Wie stark einzelne Lebensmittel darauf wirken, ist offen. Belegte Aussagen gibt es nur für Nährstoffe mit zugelassener Angabe, etwa Vitamin C, das dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Was zugelassen ist und was nicht
Für Bärlauch selbst gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe, wie für alle Pflanzen und Kräuter. Anders bei Mineralstoffen, die oft im selben Atemzug genannt werden: Selen trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei, Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Das sind geprüfte Formulierungen, und sie gelten für diese Nährstoffe, nicht für das Kraut.
Wer seine Versorgung gezielt ergänzen will, findet bei uns zum Beispiel Vitamin C forte 540. Auch hier gilt die Angabe dem Nährstoff: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Woher der Ruf als Kreislaufkraut kommt
In der Volksheilkunde wird Bärlauch seit Langem im Zusammenhang mit dem Kreislauf genannt, ähnlich wie sein Verwandter Knoblauch. Das ist Überlieferung, kein Nachweis: Belastbare Untersuchungen am Menschen gibt es dazu nicht. Andere Pflanzenstoffe wie OPC (Traubenkernextrakt) werden seit Jahren untersucht, ohne dass daraus eine zugelassene Aussage geworden wäre.
Wer pflanzliche Zusammenstellungen sucht, findet bei uns unter anderem Leberkraft – 30-Tage-Leber-Boost. Bluthochdruck und Herzerkrankungen gehören in ärztliche Behandlung, nicht auf den Teller.
Bärlauch in der Ernährung
Bärlauch schmeckt roh am besten, gekocht verliert er schnell an Aroma. Klassisch wird er zu Pesto verarbeitet, er passt aber auch in Salate, Suppen, Quark oder aufs Butterbrot. Wer ihn selbst sammelt, muss ihn sicher erkennen: Maiglöckchen und Herbstzeitlose wachsen am selben Standort, sehen ähnlich aus und sind giftig. Der Knoblauchgeruch der zerriebenen Blätter ist das verlässlichste Merkmal, im Zweifel stehen lassen.
Neben Bärlauch gehören auch Spirulina und Chlorella zu den grünen Klassikern, die viele täglich verwenden. Frischer Bärlauch hält sich im Kühlschrank nur wenige Tage. Eingefroren oder als Pesto unter Öl kommst du über die Saison hinaus.
Was der Körper mit Fremdstoffen macht
Abbau und Ausscheidung von Fremdstoffen laufen über Leber und Nieren. Die Leber wandelt fettlösliche Stoffe in zwei Phasen so um, dass sie wasserlöslich werden und über Galle oder Urin den Körper verlassen können. Für die zweite Phase braucht sie unter anderem schwefelhaltige Bausteine – und Schwefel ist genau das, was Lauchgewächse wie Bärlauch mitbringen.
Daraus wird schnell mehr gemacht, als belegt ist. Dass ein Kraut den Körper entgiftet, ist nicht gezeigt. Aus unserem Sortiment passen Chlorella Bio Tabletten zum Thema, weil Chlorella seit Jahren in diesem Zusammenhang untersucht wird – mit bislang dünner Datenlage beim Menschen.
Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
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Häufig gestellte Fragen
Wann hat Bärlauch Saison?
Von Ende März bis in den Mai. Danach blüht er, die Blätter werden bitter und verlieren an Aroma.
Wie kann ich Bärlauch in meiner täglichen Ernährung integrieren?
Roh als Pesto, im Salat, in der Suppe, im Quark oder aufs Butterbrot. Gekocht verliert er schnell sein Aroma.
Welche Nebenwirkungen kann Bärlauch haben?
Bärlauch wird allgemein gut vertragen, in größeren Mengen kann er bei empfindlichen Menschen Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Ist Bärlauch sicher während der Schwangerschaft?
Als Küchenkraut in üblichen Mengen ist Bärlauch unproblematisch. Bei Präparaten in der Schwangerschaft sprich vorher mit deinem Arzt.
Womit kann ich Bärlauch verwechseln?
Mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Beide sind giftig und wachsen am selben Standort. Verlass dich auf den Knoblauchgeruch der zerriebenen Blätter, im Zweifel stehen lassen.


