Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im menschlichen Körper und von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit. Es ist ein integraler Bestandteil von über 300 Enzymen, die an einer Vielzahl von Stoffwechselwegen beteiligt sind. Dazu gehören die Synthese von Proteinen, die DNA-Synthese und -reparatur sowie die Zellteilung. Diese Funktionen machen Zink unerlässlich für Wachstum und Entwicklung, insbesondere während der Schwangerschaft, Kindheit und Jugend. Eine der bekanntesten Rollen von Zink ist seine Unterstützung des Immunsystems. Es ist an der Entwicklung und Funktion von Immunzellen beteiligt und hilft dem Körper, Infektionen abzuwehren. Ein Zinkmangel kann die Immunantwort schwächen und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Zink spielt auch eine wichtige Rolle bei der Wundheilung, indem es die Kollagensynthese und die Zellproliferation fördert. Darüber hinaus ist es für die Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel wichtig. Zink trägt zur normalen kognitiven Funktion bei und ist an der Übertragung von Nervenimpulsen beteiligt. Es hat auch antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Da der Körper Zink nicht speichern kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung erforderlich. Gute Zinkquellen sind Fleisch, Schalentiere (insbesondere Austern), Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Die Bioverfügbarkeit von Zink aus pflanzlichen Quellen kann durch Phytate beeinträchtigt werden, weshalb Vegetarier und Veganer auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten sollten.
Wirkung
Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung normaler Haut, Haare, Nägel und Knochen, zu einer normalen kognitiven Funktion und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Dosierung
Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt laut DGE für Frauen bei 8 mg und für Männer bei 14 mg. Die sichere obere Zufuhrmenge liegt laut EFSA bei 25 mg pro Tag.
Natürliche Quellen
Austern, Rindfleisch, Linsen, Kichererbsen, Kürbiskerne, Cashewnüsse.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2009;7(9):1229