Berberin ist ein bioaktives Alkaloid, das aus verschiedenen Pflanzen gewonnen wird, insbesondere aus der Berberitze (Berberis vulgaris), aber auch aus anderen Pflanzen wie der kanadischen Orangenwurzel (Hydrastis canadensis) und dem chinesischen Goldfaden (Coptis chinensis). In der traditionellen chinesischen Medizin wird Berberin seit Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt. In den letzten Jahren hat die wissenschaftliche Forschung die vielfältigen Wirkungen von Berberin auf den menschlichen Körper intensiv untersucht. Eine der bekanntesten Wirkungen von Berberin ist seine Fähigkeit, zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels beizutragen. Es aktiviert ein Enzym namens AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK), das eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen spielt. Durch die Aktivierung von AMPK kann Berberin die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Zellen verbessern und so den Blutzuckerspiegel regulieren. Darüber hinaus hat Berberin positive Effekte auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Es kann helfen, einen normalen Cholesterinspiegel aufrechtzuerhalten, indem es den Abbau von LDL-Cholesterin (dem "schlechten" Cholesterin) in der Leber fördert. Die EFSA hat die gesundheitsbezogenen Angaben für Berberin bewertet und bestätigt, dass es zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels und zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beiträgt. Berberin ist als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln erhältlich, die in der Regel Berberin-Hydrochlorid (HCl) enthalten, eine gut resorbierbare Form des Wirkstoffs.
Wirkung
Trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei, unterstützt die Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Dosierung
Die übliche Dosierung für Berberin liegt bei 500 mg, ein- bis dreimal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen.
Natürliche Quellen
Berberin kommt in den Wurzeln, der Rinde und den Stängeln von Pflanzen wie Berberitze, Orangenwurzel und Goldfaden vor.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2012;10(7):2792. EFSA Journal 2017;15(5):4791.