Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist trotz seines Namens weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt. Die Pflanze gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist eine Verwandte der Jungfer im Grünen. Verwendet werden die schwarzen Samen, ganz, gemahlen oder als kaltgepresstes Öl. Im Nahen Osten und in Nordafrika haben sie seit Langem einen festen Platz in Küche und Überlieferung.
Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht Thymoquinon, der Hauptbestandteil des ätherischen Öls. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe gibt es weder für Schwarzkümmel noch für Thymoquinon. Was sich sagen lässt: was in den Samen steckt, wie das Öl schmeckt und wie du es verwendest – und wo die Forschung tatsächlich steht.
Herkunft und Überlieferung
Schwarzkümmelsamen wurden schon im alten Ägypten verwendet, Funde stammen unter anderem aus Grabbeigaben. In der Küche des Nahen Ostens und Indiens würzen sie Fladenbrot, Käse und Gemüse, dort läuft der Samen unter dem Namen Kalonji. Sein Geschmack ist eigenwillig: erst nussig, dann pfeffrig-bitter mit einer Note, die an Oregano erinnert.
In der Überlieferung wird Schwarzkümmel seit Langem als Hausmittel genannt. Das ist Tradition und kein Nachweis. Belegte Aussagen gibt es nur für Nährstoffe mit zugelassener Angabe: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, Selen trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Thymoquinon: was der Stoff ist
Thymoquinon ist der mengenmäßig wichtigste Bestandteil des ätherischen Öls der Samen und gibt ihm den charakteristischen Geruch. Chemisch ist es ein Chinon und mit Thymol verwandt, dem Aromastoff des Thymians. Sein Gehalt schwankt je nach Herkunft, Erntezeitpunkt und Pressverfahren erheblich, kaltgepresstes Öl aus ganzen Samen ist die übliche Quelle.
Thymoquinon gehört zu den am häufigsten untersuchten Pflanzenstoffen. Die Arbeiten stammen ganz überwiegend aus Zellkulturen und Tierversuchen, im Mittelpunkt steht sein Verhalten gegenüber freien Radikalen. Für den Menschen ist daraus keine gesicherte Aussage geworden, und eine zugelassene Angabe existiert nicht.
Was zugelassen ist und was nicht
Rund um Schwarzkümmel und Abwehrkräfte wird viel behauptet. Der rechtliche Stand ist eindeutig: Für Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe enthält das EU-Register keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Geprüft und erlaubt sind sie nur für einzelne Nährstoffe. Zink etwa trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, ebenso Vitamin C, Vitamin D und Folat.
Das heißt nicht, dass Schwarzkümmel nichts kann. Es heißt, dass es niemand belegen konnte. Wer seine Versorgung mit geprüften Nährstoffen ergänzen will, findet bei uns Vitamin C Forte 540: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Schwarzkümmel in der Küche
Die Samen entfalten ihr Aroma, wenn du sie kurz trocken anröstest und dann mörserst. Klassisch kommen sie auf Fladenbrot, in Joghurtdips, an Linsen und an geröstetes Gemüse. Das Öl ist hitzeempfindlich und gehört nicht in die Pfanne. Nimm es kalt über den Salat oder löffelweise pur, wenn du den kräftigen Geschmack magst.
Kaltgepresstes Schwarzkümmelöl wird schnell ranzig: dunkel, kühl und nicht zu lange lagern. Wer sein Sortiment an Mikronährstoffen und pflanzlichen Zusammenstellungen erweitern will, findet bei uns unter anderem Leberkraft – 30-Tage-Leber-Boost.
Was sagt die Wissenschaft zu Schwarzkümmel?
Zu Nigella sativa gibt es inzwischen eine große Zahl an Veröffentlichungen. Der weitaus größte Teil sind Zell- und Tierversuche, in denen es meist um das Verhalten von Thymoquinon gegenüber oxidativem Stress geht. Studien am Menschen sind selten, klein und in ihrer Methodik uneinheitlich.
Daraus folgt keine Wirkungsaussage, sondern eine Einordnung: Schwarzkümmel ist ein interessantes Forschungsobjekt und ein gutes Gewürz. Beides zugleich zu sagen ist ehrlicher, als das eine mit dem anderen zu verwechseln. Bei bestehenden Erkrankungen oder laufender Medikation besprich die regelmäßige Einnahme von Öl oder Kapseln mit deinem Arzt.
Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Thymoquinon?
Der Hauptbestandteil des ätherischen Öls der Schwarzkümmelsamen, chemisch ein Chinon und mit dem Thymianaromastoff Thymol verwandt.
Gibt es zugelassene Angaben zu Schwarzkümmel?
Nein. Für Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe enthält das EU-Register keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.
Wie verwende ich Schwarzkümmelsamen?
Kurz trocken anrösten, mörsern und über Fladenbrot, Joghurtdips, Linsen oder geröstetes Gemüse geben.
Sind Schwarzkümmelergänzungen sicher?
Als Gewürz sind die Samen unproblematisch. Bei Öl oder Kapseln in größeren Mengen sprich vorher mit deinem Arzt, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Wie sollte Schwarzkümmel eingenommen werden?
Das Öl ist hitzeempfindlich und gehört nicht in die Pfanne. Nimm es kalt, lagere es dunkel und kühl und halte dich bei Kapseln an die Angabe auf der Packung.


