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Fermentierte Lebensmittel

Sauerkraut, Kimchi, Kefir und was beim Fermentieren passiert

Fermentierte Lebensmittel

Fermentieren ist die älteste Konservierungstechnik der Welt und in fast jeder Küche zu Hause: Sauerkraut in Mitteleuropa, Kimchi in Korea, Kefir im Kaukasus, Miso und Natto in Japan. Der Vorgang ist immer derselbe. Mikroorganismen, meist Milchsäurebakterien oder Hefen, bauen Zucker ab und bilden daraus Säure, Kohlensäure oder Alkohol.

Was dabei entsteht, ist mehr als Haltbarkeit. Der Säuregrad sinkt, das Lebensmittel bekommt Geschmack und Struktur, und Stoffe werden aufgeschlossen, die vorher schwer zugänglich waren. Dieser Artikel erklärt den Vorgang, stellt die wichtigsten Klassiker vor und sagt, worauf du beim Einkauf achtest.

Was sind fermentierte Lebensmittel?

Beim Fermentieren wandeln Mikroorganismen Zucker in organische Säuren oder Alkohol um. Das verändert den Geschmack, macht das Lebensmittel haltbar und kann die Bioverfügbarkeit einzelner Nährstoffe erhöhen, weil die Mikroben Zellwände und Antinährstoffe wie Phytinsäure abbauen.

Zu den bekannten Vertretern gehören Joghurt, Sauerkraut, Kimchi, Kefir und Tempeh. In vielen davon leben Bakterien, die den Weg bis in den Darm überstehen. Dauerhaft ansiedeln tun sie sich dort meist nicht, sondern ziehen weiter. Wie die Zusammensetzung der Darmflora und die Aufnahme von Mikronährstoffen zusammenhängen, ist ein aktives Forschungsfeld.

Was die Forschung am Mikrobiom untersucht

Der Darm beherbergt eine gewaltige Zahl an Bakterien, und wie sie zusammengesetzt sind, hängt unter anderem davon ab, was auf den Teller kommt. Ballaststoffe erreichen den Dickdarm unverdaut und sind dort Nahrung für diese Bakterien. Fermentierte Lebensmittel bringen zusätzlich lebende Kulturen mit — was daraus im Einzelnen folgt, wird intensiv erforscht.

Ähnlich ist die Lage bei einzelnen Pflanzenstoffen. Unser Spermidin Premium 5mg enthält ein Polyamin, das in der Alternsforschung im Zusammenhang mit der Autophagie untersucht wird, dem Recyclingprogramm der Zelle. Auch hier gilt: viel Forschung, keine zugelassene Angabe.

Fermentierte Klassiker für den täglichen Speiseplan

1. Sauerkraut: Der Klassiker aus Weißkohl und Salz. Roh und ungepasteurisiert enthält es lebende Milchsäurebakterien — im Glas aus dem Regal sind sie durch das Erhitzen meist nicht mehr da.

2. Kimchi: Die koreanische Variante, kräftig gewürzt mit Chili, Ingwer und Knoblauch (Allicin). Schärfer als Sauerkraut und deutlich aromatischer.

3. Kefir: Ein fermentiertes Milchgetränk aus Kefirknollen, leicht prickelnd und säuerlich. Es enthält neben Bakterien auch Hefen — das unterscheidet es vom Joghurt.

4. Tempeh: Fermentierte Sojabohnen aus Indonesien, zu einem festen Block verwachsen. Eine gute pflanzliche Proteinquelle mit hoher Bioverfügbarkeit, die sich anbraten lässt wie ein Steak.

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Wie du Fermente in den Alltag bringst

Fang mit kleinen Mengen an, ein bis zwei Esslöffel am Tag reichen zu Beginn. Morgens Joghurt oder Kefir, mittags ein Löffel Kimchi oder Sauerkraut über den Salat, abends Tempeh aus der Pfanne. Wichtig beim Sauerkraut: erst nach dem Kochen dazugeben, sonst überleben die Kulturen nicht.

Auch beim Backen spielt Fermentation eine Rolle. Sauerteigbrot geht langsamer auf als Hefebrot und schmeckt kräftiger; die lange Teigführung baut einen Teil der schwer verdaulichen Kohlenhydrate ab.

Potenzielle Risiken und Überlegungen

Fermentierte Lebensmittel sind nicht für jeden gleich gut geeignet. Wer ein geschwächtes Immunsystem hat oder eine besondere Kostform einhält, klärt das besser vorher mit dem Arzt. Größere Mengen können außerdem zu Blähungen führen, wenn der Darm nicht daran gewöhnt ist.

Beim Fermentieren entstehen biogene Amine, darunter Histamin. Wer darauf empfindlich reagiert, merkt das schnell und hält sich besser zurück. Für alle anderen gilt die einfache Regel: in Maßen, dafür regelmäßig.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind fermentierte Lebensmittel?

Lebensmittel, die von Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder Hefen umgewandelt wurden. Der Vorgang macht sie haltbar und verändert Geschmack und Struktur.

Was passiert beim Fermentieren mit dem Essen?

Zucker wird zu Säure abgebaut, das Lebensmittel wird haltbar, und Antinährstoffe wie Phytinsäure werden zum Teil abgebaut. Dazu kommen Geschmack und Struktur.

Wie oft sollte man fermentierte Lebensmittel konsumieren?

Kleine Mengen täglich sind besser als viel auf einmal. Ein bis zwei Esslöffel zum Einstieg reichen.

Gibt es Risiken beim Konsum von fermentierten Lebensmitteln?

Bei geschwächtem Immunsystem oder Histaminempfindlichkeit ist Vorsicht angebracht. Frag im Zweifel deinen Arzt.

Enthalten alle fermentierten Lebensmittel lebende Kulturen?

Nein. Erhitzte und pasteurisierte Produkte enthalten keine lebenden Bakterien mehr — Sauerkraut aus dem Regal zum Beispiel, oder Sauerteigbrot nach dem Backen.

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