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Brennnessel: Nährstoffprofil

Eisen, Vitamin C und Flavonoide aus dem Wildkraut

Brennnessel: Nährstoffprofil

Die Brennnessel gilt vielen als lästiges Unkraut, in Küche und Volksheilkunde hat sie dagegen seit Langem einen festen Platz. Die Blätter liefern Eisen, Vitamin C und Vitamin K, dazu sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide. Hier liest du, was im Kraut steckt, wie du es als Tee, Suppe oder Smoothie zubereitest und was du beim Sammeln beachten solltest.

Nährstoffprofil der Brennnessel

Brennnesselblätter liefern eine ganze Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Vitamin C, Vitamin K und Eisen. Für beide gibt es geprüfte Angaben: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen bei. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide. Diese Stoffe sind ein großes Forschungsthema, weil sie im Reagenzglas freie Radikale abfangen – was daraus im Körper wird, ist damit nicht gesagt.

Eisenquelle für Vegetarier und Veganer

Für Vegetarier und Veganer ist die Brennnessel eine pflanzliche Eisenquelle. Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen bei und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Pflanzliches Eisen nimmt der Körper schlechter auf als tierisches, Vitamin C im selben Gericht verbessert die Aufnahme. Kombiniere die Brennnessel deshalb mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln wie Paprika oder Zitrone – oder mit einem Präparat wie unserem Vitamin C forte 540.

Der Ruf als Entwässerungstee

In der Volksheilkunde wird Brennnesseltee seit Langem als harntreibendes Hausmittel getrunken. Nachprüfbar ist daran vor allem eines: Wer literweise Tee trinkt, nimmt viel Flüssigkeit auf, und die Nieren scheiden entsprechend mehr Wasser aus. Den Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten erledigen Leber und Nieren ohnehin, dafür braucht es kein Kraut. Bei einer Nierenerkrankung oder wenn du entwässernde Medikamente nimmst, besprich die regelmäßige Anwendung mit deinem Arzt.

Flavonoide und Carotinoide: was erforscht wird

Der Brennnessel wird in der traditionellen Medizin seit Langem eine Rolle bei Gelenkbeschwerden zugeschrieben. Aus heutiger Sicht ist das Überlieferung: Untersucht werden ihre Flavonoide und Carotinoide, belastbare Ergebnisse am Menschen gibt es dazu nicht. Ähnlich liegt der Fall bei anderen viel beforschten Pflanzenstoffen – Ingwer (Gingerol) und Curcuma (Curcumin) gehören zu den meistuntersuchten überhaupt, ohne dass daraus eine zugelassene Aussage geworden wäre.

Integration in den Alltag

Brennnesseln lassen sich leicht in den Alltag holen: als Tee, in der Suppe, im Smoothie oder als Spinatersatz in der Pfanne. Junge Blätter im Frühjahr schmecken milder, kurzes Blanchieren oder kräftiges Walken nimmt den Brennhaaren die Schärfe. Getrocknet, als Pulver oder in Kapseln ist das Kraut ganzjährig zu haben. Unsere Chlorella Bio Tabletten passen als Ergänzung dazu. In der Schwangerschaft und bei bestehenden Erkrankungen sprich vorher mit deinem Arzt.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Was Blanchieren und Kochen mit den Blättern machen

Brennnessel isst man nicht roh, und damit stellt sich die Frage, was beim Erhitzen bleibt. Eine Untersuchung im International Journal of Food Science (2013) hat das systematisch durchgespielt: Frische Triebe wurden geerntet, Blätter von Stängeln getrennt, und Portionen von 200 g entweder eine Minute bei 96–98 °C blanchiert oder sieben Minuten bei 98–99 °C gekocht — je einmal mit und einmal ohne Salz. Danach wurden Grundzusammensetzung, Mineralstoffe, Aminosäuren und Vitamine bestimmt.

Der Ansatz erklärt, warum in Rezepten meist blanchiert und nicht lange gekocht wird: Eine Minute reicht, um die Brennhaare unschädlich zu machen. Alles darüber ist Zeit, in der wasserlösliche Bestandteile ins Kochwasser übergehen — weshalb der Sud in vielen Küchen mitverwendet und nicht weggeschüttet wird.

Quellen

Die Angaben zur Verarbeitung stammen aus:

  • Rutto LK, Xu Y, Ramirez E, Brandt M: Mineral Properties and Dietary Value of Raw and Processed Stinging Nettle (Urtica dioica L.). Int J Food Sci 2013;2013:857120. PubMed 26904610

Untersucht wurden Ernte, Verarbeitung und Zusammensetzung der Blätter — kein Versuch am Menschen. Die genauen Mineralwerte je Portion stehen in der Arbeit selbst; hier steht nur, was sich ohne Zwischenrechnung belegen lässt.

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Häufig gestellte Fragen

Wie kann Brennnesseltee zubereitet werden?

Frische oder getrocknete Brennnesselblätter mit heißem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

Ist die Brennnessel eine gute Eisenquelle?

Brennnesselblätter enthalten Eisen, und Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen bei. Als alleinige Quelle taugt das Kraut nicht, es ergänzt eine abwechslungsreiche Ernährung.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Anwendung von Brennnessel?

Die Brennhaare reizen die Haut beim Anfassen. Als Nahrung oder Tee sind die Blätter gut verträglich. Bei Unsicherheiten frag deinen Arzt.

Woher kommt der Ruf als Entwässerungstee?

Aus der Volksheilkunde, in der Brennnesseltee seit Langem als harntreibendes Hausmittel gilt. Wer viel Tee trinkt, nimmt vor allem viel Flüssigkeit auf.

Was ist an der Überlieferung zu Gelenkbeschwerden dran?

Die Brennnessel wird in der traditionellen Medizin in diesem Zusammenhang genannt. Belastbare Belege am Menschen gibt es dafür nicht.

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