Natürliche Hilfe bei Osteoporose
Knochengesundheit natürlich unterstützen – mit Mikronährstoffen, Ernährung und Bewegung
Osteoporose – der stille Knochenschwund – betrifft in Österreich rund 740.000 Menschen, vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Die Knochen verlieren an Dichte und werden brüchig, oft ohne dass Betroffene es zunächst bemerken. Ein einfacher Sturz kann dann zum Bruch führen.
Die gute Nachricht: Unsere Knochen sind lebendiges Gewebe, das sich ständig erneuert. Mit der richtigen Versorgung an Mikronährstoffen, gezielter Bewegung und einer knochenfreundlichen Ernährung können Sie den Knochenstoffwechsel aktiv unterstützen. Besonders Calcium, Vitamin D3, Magnesium und Vitamin K spielen laut EFSA eine zentrale Rolle für den Erhalt normaler Knochen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Nährstoffe Ihre Knochen brauchen, wie Sie Ihre Ernährung optimieren und wann ärztliche Abklärung wichtig ist.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine chronische Stoffwechselerkrankung des Skeletts, bei der die Knochendichte abnimmt und die Mikroarchitektur der Knochen sich verschlechtert. Die Folge: Die Knochen werden porös, ihre Bruchfestigkeit sinkt.
Man unterscheidet primäre Osteoporose (altersbedingt oder postmenopausal) von sekundärer Osteoporose, die durch andere Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst wird. Typische Warnzeichen sind:
- Abnahme der Körpergröße (mehr als 4 cm)
- Rundrücken-Bildung ("Witwenbuckel")
- Chronische Rückenschmerzen
- Knochenbrüche bei geringer Belastung
Die Diagnose erfolgt über eine Knochendichtemessung (DXA). Je früher Osteoporose erkannt wird, desto besser lässt sich der Verlauf beeinflussen – unter anderem durch gezielte Unterstützung des Knochenstoffwechsels mit Mikronährstoffen.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren
Osteoporose entsteht meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Die wichtigsten sind:
- Hormonelle Veränderungen: Der Östrogenabfall in den Wechseljahren beschleunigt den Knochenabbau erheblich.
- Alter: Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochendichte natürlicherweise ab.
- Nährstoffmangel: Zu wenig Calcium, Vitamin D3, Magnesium oder Vitamin K2 in der Ernährung.
- Bewegungsmangel: Knochen brauchen mechanische Belastung, um stabil zu bleiben.
- Genetische Veranlagung: Familiäre Häufung erhöht das Risiko.
- Lebensstil: Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Untergewicht.
- Medikamente: Langzeittherapie mit Kortison, Protonenpumpenhemmern u. a.
- Begleiterkrankungen: Schilddrüsenüberfunktion, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes.
Auch oxidativer Stress durch ein Übermaß an freien Radikalen kann den Knochenstoffwechsel belasten – hier können Antioxidantien unterstützend wirken.