Grüner Tee wird in Ostasien seit Jahrhunderten getrunken und ist längst auch hier Alltag. Sein auffälligster Inhaltsstoff ist eine Gruppe von Catechinen, allen voran Epigallocatechingallat, kurz EGCG. Diese sekundären Pflanzenstoffe zählen zu den meistuntersuchten überhaupt. Was ein besonderes Antioxidans im Labor ausmacht, was die Forschung zu EGCG bisher zeigt und wie der Tee im Alltag am besten schmeckt: darum geht es hier.
Was ist EGCG?
EGCG, ausgeschrieben Epigallocatechingallat, gehört zu den Catechinen, einer Untergruppe der Polyphenole. Diese Stoffgruppe prägt den Geschmack von grünem Tee und macht einen großen Teil seiner Trockenmasse aus. Im Reagenzglas fangen Catechine freie Radikale ab — das ist der Grund, warum EGCG seit Jahrzehnten erforscht wird. Wie viel davon im Körper ankommt, ist eine eigene Frage und Gegenstand laufender Untersuchungen.
EGCG und der Begriff Antioxidans
Antioxidans ist zunächst ein chemischer Begriff: ein Stoff, der andere Moleküle vor Oxidation bewahrt. Im Reagenzglas ist EGCG darin sehr aktiv, und genau das hat die Forschung angezogen. Ob sich daraus etwas für den Menschen ableiten lässt, ist offen — dafür bräuchte es Studien am Menschen, die es in dieser Klarheit nicht gibt. Für sekundäre Pflanzenstoffe wie EGCG existiert deshalb auch keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Wenn dich das Thema Leber interessiert, findest du mit Leberkraft – 30-Tage-Leber-Boost unsere pflanzliche Zusammenstellung dazu.
Grüner Tee und das Thema Gewicht
Kaum etwas am grünen Tee ist so oft untersucht worden wie das Gewicht. Catechine und Koffein zusammen sind seit den 2000er-Jahren Gegenstand von Studien zum Energieverbrauch; die gemessenen Unterschiede sind klein und die Ergebnisse gehen auseinander. Als Getränk hat grüner Tee einen banaleren Vorzug: Er hat praktisch keine Kalorien und ersetzt gesüßte Limonade.
Grüner Tee in der Herz-Kreislauf-Forschung
In Japan und China wird grüner Tee seit Generationen in großen Mengen getrunken, und von dort kommen viele Beobachtungsstudien, die Teetrinker und Nichtteetrinker vergleichen. Solche Studien zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen — wer viel grünen Tee trinkt, lebt meist auch sonst anders. Die Forschung zu Catechinen und Herz-Kreislauf-System läuft weiter; eine belastbare Aussage für den einzelnen Teetrinker ist daraus bisher nicht geworden.
Grüner Tee im Alltag
Grüner Tee ist unkompliziert: heiß aufgegossen oder kalt gezogen, morgens statt Kaffee oder am Nachmittag. Ein Punkt entscheidet über den Geschmack — mit heißem statt kochendem Wasser bleibt er mild statt bitter, und kurze Ziehzeiten halten die Gerbstoffe im Zaum. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Mikronährstoffen bringt ohnehin mehr als jeder einzelne Pflanzenstoff. Wenn dir Tee nicht schmeckt, sind unsere Chlorella Bio Tabletten eine unkomplizierte Ergänzung für den Tag.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Wie du beim Aufgießen mehr EGCG im Glas hast
Wie viel EGCG in deiner Tasse landet, entscheidet nicht die Packung, sondern Wasser und Uhr. Eine Untersuchung im Journal of Food Science and Technology (2015) hat grünen Tee bei 75, 85 und 95 °C aufgegossen und dabei acht Ziehzeiten zwischen einer und 45 Minuten verglichen — jedes Mal wurde gemessen, wie viel Catechine und Koffein tatsächlich im Aufguss waren, und parallel von neun geschulten Testern verkostet.
Das beste Verhältnis aus Gehalt und Geschmack lag bei 85 °C und drei Minuten. Dort war der EGCG-Gehalt mit 50,69 mg pro 100 ml am höchsten und die Bewertung für Farbe, Geschmack und Aroma zugleich am besten. Der Löwenanteil geht ohnehin in den ersten drei bis fünf Minuten ins Wasser — wer länger zieht, holt kaum mehr heraus und handelt sich Bitterkeit ein. Kochendes Wasser direkt aus dem Kocher ist für grünen Tee also zu heiß; lass es ein paar Minuten stehen.
Quellen
Die Zahlen zu Temperatur, Ziehzeit und EGCG-Gehalt stammen aus:
- Saklar S, Ertas E, Ozdemir IS, Karadeniz B: Effects of different brewing conditions on catechin content and sensory acceptance in Turkish green tea infusions. J Food Sci Technol 2015;52(10):6639–46. PubMed 26396411
Die Arbeit untersucht, wie viel Catechine beim Aufgießen ins Wasser übergehen, und was Testpersonen davon schmecken. Über eine Wirkung im Körper sagt sie nichts — und hier steht auch nichts darüber.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind Catechine?
Catechine sind Polyphenole, die vor allem in Tee vorkommen. EGCG ist das bekannteste davon.
Wie oft sollte ich grünen Tee trinken?
Ein bis zwei Tassen pro Tag sind für die meisten Menschen unproblematisch. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, trinkt ihn besser nicht am Abend.
Was ist an grünem Tee und Abnehmen dran?
Catechine und Koffein sind dazu vielfach untersucht worden. Die gemessenen Effekte sind klein und die Ergebnisse uneinheitlich. Als kalorienfreies Getränk ersetzt Tee immerhin gesüßte Limonade.
Gibt es Nebenwirkungen beim Konsum von grünem Tee?
Bei übermäßigem Konsum können Magenprobleme oder Schlaflosigkeit auftreten, hauptsächlich aufgrund des Koffeingehalts.
Können Nahrungsergänzungsmittel EGCG ersetzen?
Ergänzungsmittel sind eine Alternative für alle, die keinen grünen Tee mögen oder vertragen. Eine Tasse Tee ersetzen sie geschmacklich nicht.


