Natürliche Hilfe bei Nagelbruechigkeit
Ursachen verstehen, Nägel natürlich stärken – mit Mikronährstoffen, Ernährung und sanfter Pflege
Brüchige, splitternde oder sich spaltende Nägel sind weit mehr als ein kosmetisches Thema: Sie können ein sichtbares Signal Ihres Körpers sein, dass es an wichtigen Nährstoffen oder an Feuchtigkeit fehlt. Fingernägel wachsen nur etwa 0,5 bis 1,2 Millimeter pro Woche – jede Veränderung zeigt sich daher zeitverzögert und spiegelt oft Wochen oder Monate zurückliegende Einflüsse wider.
Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich Nagelbrüchigkeit durch eine gezielte Nährstoffversorgung, eine ausgewogene Ernährung und den richtigen Umgang mit den Nägeln günstig beeinflussen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Ursachen dahinterstecken können, welche Mikronährstoffe laut EFSA zur Erhaltung normaler Nägel beitragen und wann ein ärztlicher Check sinnvoll ist.
Was bedeutet Nagelbrüchigkeit eigentlich?
Unter Nagelbrüchigkeit (medizinisch: Onychoschisis bzw. Onychorrhexis) versteht man Nägel, die leicht splittern, sich in Schichten ablösen, längs einreißen oder generell weich und instabil sind. Fachleute unterscheiden grob zwei Formen:
- Querbrüchigkeit (Onychoschisis lamellina): Der Nagel blättert an der Spitze schichtweise ab – oft durch häufigen Kontakt mit Wasser, Seifen oder Nagellackentferner.
- Längsbrüchigkeit (Onychorrhexis): Feine Längsrillen und Einrisse entlang der Wachstumsrichtung – häufig mit dem Alter oder einem Nährstoffmangel verbunden.
Nägel bestehen zum Großteil aus Keratin, einem Struktureiweiß. Ihre Stabilität hängt von einer gesunden Nagelmatrix, ausreichender Feuchtigkeit und einer guten Versorgung mit Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen ab.
Mögliche Ursachen für brüchige Nägel
Die Ursachen sind vielfältig und oft kombiniert. Zu den häufigsten zählen:
- Äußere Einflüsse: Häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, Putzmittel, Gelnägel oder aggressive Nagellackentferner entziehen dem Nagel Fett und Feuchtigkeit.
- Nährstoffmängel: Eine unzureichende Versorgung mit Zink, Selen, Eisen, Biotin oder hochwertigem Eiweiß kann sich direkt auf die Nagelqualität auswirken.
- Hormonelle Veränderungen: Schilddrüsenfunktionsstörungen, Wechseljahre oder Schwangerschaft beeinflussen das Nagelwachstum.
- Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt der Fettgehalt der Nagelplatte ab.
- Grunderkrankungen: Hauterkrankungen wie Psoriasis, Ekzeme oder Pilzinfektionen können die Nägel in Mitleidenschaft ziehen.
- Oxidativer Stress: Chronischer oxidativer Stress belastet auch die Nagelmatrix.
Wer die Ursache kennt, kann gezielter gegensteuern – statt nur an der Nageloberfläche zu behandeln.