Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen überhaupt. Gewonnen wird er aus der inneren Rinde von Zimtbäumen, die geschält, getrocknet und zu den bekannten Stangen gerollt wird. Zwei Sorten teilen sich den Markt: Ceylon-Zimt, der echte Zimt, und Kassia-Zimt, der in den meisten Supermarktpackungen steckt.
Kaum ein Gewürz wird so oft mit dem Zuckerstoffwechsel in Verbindung gebracht wie Zimt. Das Thema ist seit Jahren Gegenstand von Studien, mit uneinheitlichen Ergebnissen. Hier liest du, worin sich die beiden Sorten unterscheiden, warum Cumarin dabei eine Rolle spielt und wie der Forschungsstand tatsächlich aussieht.
Ceylon-Zimt: Ein Überblick
Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) stammt aus Sri Lanka und unterscheidet sich botanisch wie sensorisch von seinem bekannteren Verwandten, dem Kassia-Zimt. Er ist heller und feiner im Aroma, und du erkennst ihn an der Stange: Ceylon besteht aus vielen dünnen, ineinandergerollten Schichten wie eine Zigarre, Kassia aus einer einzigen dicken Rindenlage.
Der praktisch wichtigste Unterschied ist der Cumaringehalt. Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, der in hohen Dosen gesundheitsschädlich sein kann, und Kassia enthält deutlich mehr davon als Ceylon. Wer regelmäßig größere Mengen Zimt verwendet, fährt mit Ceylon besser. Zu den untersuchten Inhaltsstoffen gehört außerdem Zimtaldehyd, das dem Gewürz seinen Geruch gibt.
Zimt und der Zuckerstoffwechsel: der Forschungsstand
Zimt und der Zuckerstoffwechsel sind seit Jahren Gegenstand von Studien, mit uneinheitlichen Ergebnissen. Untersucht werden meist Kassia-Extrakte in Mengen, die weit über der Küchenverwendung liegen, an kleinen Gruppen und über wenige Wochen. Einige Arbeiten finden Effekte, andere finden keine.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat entsprechende Angaben geprüft und keine davon zugelassen. Zimt darf deshalb nicht mit einer Wirkung auf den Blutzucker beworben werden, und dieser Artikel tut das auch nicht. Wenn du Fragen zu deinen Blutzuckerwerten hast, klär sie mit einem Arzt.
Belegte Aussagen gibt es dagegen für einzelne Nährstoffe: Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei, und Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Das sind geprüfte Formulierungen für den jeweiligen Nährstoff.
Zimt in Gewürzmischungen
Zimt steht in kaum einer Küche allein. Im Lebkuchengewürz trifft er auf Nelke, Piment und Anis, im indischen Garam Masala auf Kardamom und Pfeffer, in der marokkanischen Küche auf Ras el-Hanout. Wer sich für Pflanzenstoffe interessiert, findet mit Quercetin und Curcuma (Curcumin) zwei weitere viel untersuchte Klassiker. Auch für sie gibt es keine zugelassene Angabe.
Traditionell wird Zimt oft zusammen mit Ingwer (Gingerol) verwendet, im Chai ebenso wie im Glühwein. Das ist eine Frage des Geschmacks und der Überlieferung, keine Wirkungsaussage.
Praktische Tipps für die Anwendung von Ceylon-Zimt
Ceylon-Zimt lässt sich leicht einbauen: in Tee, ins Müsli, in den Porridge, in Smoothies oder in warme Gerichte. Die orientalische Küche würzt damit auch Lamm und Reis. In der Literatur werden ein bis vier Gramm täglich als übliche Menge genannt. Gemahlener Zimt verliert schnell an Aroma, ganze Stangen halten deutlich länger.
Wer das Gewürz nicht mag oder eine feste Menge bevorzugt, greift zu Kapseln. Aus unserem Sortiment führen wir außerdem Leberkraft - 30-Tage-Leber-Boost, das mehrere pflanzliche Zutaten kombiniert.
Wenn du verschreibungspflichtige Medikamente nimmst oder eine Erkrankung hast, besprich größere Mengen Zimt oder Zimtkapseln vorher mit deinem Arzt. Für Kinder, Schwangere und Menschen mit Lebererkrankungen gilt beim Cumaringehalt besondere Vorsicht, auch das spricht für Ceylon.
Zimt richtig einordnen
Zimt ist ein Gewürz. Er macht Speisen wärmer, runder, weihnachtlicher, und das ist ein guter Grund, ihn zu verwenden. Was er nicht ist: ein Ersatz für eine Ernährungsumstellung oder für ärztliche Behandlung.
Aus unserem Sortiment lassen sich Ashwagandha Bio Kapseln danebenstellen, wenn du mehrere pflanzliche Präparate verwenden willst. Auch dafür gilt: Tradition und Forschung sind zwei verschiedene Dinge, und keines von beiden ist eine Zusage.
Am Ende zählt das Ganze: eine abwechslungsreiche Ernährung, Bewegung, Schlaf. Nahrungsergänzung kann das ergänzen, ersetzen kann sie es nicht.
Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
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Häufig gestellte Fragen
Was sagt die Forschung zu Zimt und Blutzucker?
Die Ergebnisse sind uneinheitlich. Die EFSA hat entsprechende Angaben geprüft und keine davon zugelassen.
Wie viel Zimt ist üblich?
In der Literatur werden ein bis vier Gramm täglich als übliche Menge genannt. Bei Kassia-Zimt begrenzt der Cumaringehalt die sinnvolle Menge deutlich stärker als bei Ceylon.
Gibt es Risiken bei der Einnahme von Zimt?
Ceylon-Zimt hat niedrige Cumarin-Werte und ist in üblichen Mengen unbedenklich. Übermäßiger Verzehr von Kassia-Zimt kann wegen der höheren Cumarinwerte bedenklich sein.
Kann ich Zimt einnehmen, wenn ich bereits Blutzucker-Medikamente benutze?
Wenn du Medikamente nimmst, besprich größere Mengen Zimt oder Zimtkapseln vorher mit deinem Arzt.
Ist Zimt besser in Pulverform oder als Supplement?
Pulver ist in der Küche vielseitiger, Kapseln liefern eine feste Menge. Ganze Stangen halten ihr Aroma am längsten.


