Kostenloser Versand60 Tage Geld-zurück-GarantieBio-zertifizierter Betrieb35.000+ zufriedene Kunden★★★★★Bewertungen
ProduktfinderDein Rezeptplan

Autophagie und Ernährung

Was beim Fasten in der Zelle erforscht wird

Autophagie und Ernährung

Autophagie ist das Recyclingprogramm der Zelle: Beschädigte Eiweiße und ausgediente Zellbestandteile werden eingesammelt, zerlegt und ihre Bausteine wiederverwendet. Für die Aufklärung dieses Vorgangs wurde 2016 der Nobelpreis für Medizin vergeben.

Seither ist die Autophagie ein großes Forschungsfeld — und ein beliebtes Werbewort. Dieser Artikel trennt beides: Was in der Zelle passiert, was Fasten damit zu tun hat und was sich über einzelne Lebensmittel derzeit sagen lässt.

Die Wissenschaft hinter der Autophagie

Autophagie ist ein sehr alter, in allen Zelltypen angelegter Vorgang: Zellbestandteile werden in Membranbläschen verpackt, zu den Lysosomen gebracht und dort zerlegt. Besonders aktiv wird das Programm, wenn Nährstoffe knapp sind — deshalb ist Fasten das meistuntersuchte Modell dafür (Levine et al., 2017).

Angestoßen wird es über die Nährstoffsensoren der Zelle und über Hormone. Wie eng Autophagie und oxidativer Stress zusammenhängen, ist ein eigenes Forschungsfeld. Welche Nahrungsbestandteile dabei mitspielen, wird untersucht; belastbare Aussagen für den Menschen sind bislang rar.

Was in der Autophagie-Forschung auftaucht

Vorne stehen zwei Namen. Curcuma mit dem Farbstoff Curcumin taucht in fast jeder Übersichtsarbeit zu Zellsignalwegen auf, dicht gefolgt von Ingwer. Der dritte ist Spermidin, ein Polyamin, das in Weizenkeimen, gereiftem Käse, Pilzen und Sojaprodukten vorkommt — bei uns als Spermidin Premium 5mg.

Grünes Blattgemüse und Chlorella stehen ebenfalls oft auf solchen Listen. Für keinen dieser Pflanzenstoffe gibt es eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Was du sicher davon hast, ist eine abwechslungsreiche, gemüsebetonte Küche.

Fasten und seine Rolle bei der Autophagie

Beim Fasten stellt der Stoffwechsel auf Reserven um: Die Glykogenspeicher leeren sich, der Körper greift stärker auf Fett zurück. Genau diese Nährstoffknappheit ist das Signal, auf das die Autophagie reagiert. Einige Studien weisen darauf hin, dass Fasten bereits nach 16 Stunden autophagische Prozesse anschiebt — gemessen wurde das überwiegend im Tierversuch, denn beim Menschen ist Autophagie im lebenden Gewebe schwer zu erfassen.

Wer längere Essenspausen einlegt, achtet in den Mahlzeiten umso mehr auf Nährstoffdichte. Bei rein pflanzlicher Kost ist Vitamin B12 Pflicht, etwa als Vitamin B12 flüssig. Nicht fasten sollten Schwangere, Stillende, Kinder sowie Menschen mit Essstörungen oder mit Medikamenten, die den Blutzucker senken — das gehört vorher in die Arztpraxis.

Warum immer dieselben Stoffe auftauchen

Autophagie, oxidativer Stress und entzündliche Prozesse werden in der Forschung oft zusammen betrachtet, weil dieselben Signalwege beteiligt sind. Das erklärt, warum in Artikeln zu allen drei Themen immer wieder dieselben Pflanzenstoffe genannt werden.

Glutathion ist dabei die zentrale Größe: Der Körper stellt es aus drei Aminosäuren selbst her. Mariendistel (Silymarin) und L-Glutathion sind deshalb viel untersucht. Eine zugelassene Angabe hat keiner der beiden.

Praktisch: was du daraus mitnimmst

Feste Essenspausen sind der greifbarste Teil: kein Dauersnacken, zwischen Abendessen und Frühstück ruhig zwölf Stunden Abstand. Dazu weniger raffinierte Kohlenhydrate, mehr Gemüse, gute Fette. Wenn du ergänzen willst, gibt es bei uns OPC 500mg hochdosiert aus Traubenkernen — ein Pflanzenstoff mit langer Forschungsgeschichte und ohne zugelassene Angabe.

Trink genug und halte die Küche einfach: frisch, bunt, wenig Fertiges. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Wo Spermidin sitzt — und was Fermentation daraus macht

Polyamine sind keine Randerscheinung im Essen, sie sind in nahezu jedem Lebensmittel enthalten, nur in sehr verschiedenen Mengen und Verhältnissen. Eine japanische Arbeit in Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry (1997) hat gewöhnliche Lebensmittel und fermentierte Erzeugnisse nebeneinander untersucht.

Auffällig reich an Spermidin waren Sojabohnen, Teeblätter und Pilze. Orangen dagegen enthielten vor allem Putrescin — ein anderes Polyamin, das oft mit in die Summe gerechnet wird, wenn irgendwo „Polyamine gesamt“ steht.

Interessant wird es bei den fermentierten Erzeugnissen: Sojasoßen waren reich an Putrescin und Histamin, japanischer Sake enthielt reichlich Agmatin. Diese Stoffe entstehen während der Fermentation, wenn Mikroorganismen Aminosäuren umbauen. Fermentation verschiebt das Polyamin-Profil also spürbar — und zwar nicht zwangsläufig in Richtung Spermidin.

Quellen

Die Angaben zu den Lebensmitteln stammen aus:

  • Okamoto A, Sugi E, Koizumi Y, Yanagida F, Udaka S: Polyamine content of ordinary foodstuffs and various fermented foods. Biosci Biotechnol Biochem 1997;61(9):1582–4. PubMed 9339564

Die Arbeit misst Gehalte in Lebensmitteln. Sie sagt nichts über Autophagie im Menschen — hier steht deshalb nur, was sie gemessen hat.

Verwandte Lexikon-Einträge

Häufig gestellte Fragen

Was ist Autophagie?

Das Recyclingprogramm der Zelle: Beschädigte Eiweiße und Zellbestandteile werden abgebaut und ihre Bausteine wiederverwendet.

Was hat Fasten mit der Autophagie zu tun?

Nährstoffknappheit ist das Signal, auf das der Vorgang reagiert. Untersucht wurde das vor allem im Tierversuch, weil Autophagie beim Menschen im lebenden Gewebe schwer zu messen ist.

Welche Lebensmittel tauchen in der Autophagie-Forschung auf?

Weizenkeime, gereifter Käse, Pilze und Sojaprodukte als Spermidin-Quellen, dazu Curcuma und Ingwer. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben gibt es für diese Pflanzenstoffe nicht.

Lässt sich die Autophagie über die Ernährung steuern?

Ernährung wirkt auf die Nährstoffsensoren der Zelle, das ist unstrittig. Wie stark sich die Autophagie beim Menschen dadurch verändert, wird erforscht.

Was heißt das für den Alltag?

Feste Essenspausen statt Dauersnacken, wenig Zucker, viel Gemüse und gute Fette. Beim Fasten gilt: Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen klären das vorher ärztlich ab.

Passende Produkte