Vitamin K2 Mk4 vs. Mk7
Zwei Formen von Vitamin K2 im direkten Vergleich – Bioverfügbarkeit, Dosierung & Einsatzgebiete
Vitamin K2 ist einer der spannendsten Mikronährstoffe der letzten Jahre – insbesondere in Kombination mit Vitamin D3. Doch wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, stößt schnell auf eine Verwirrung: Mk4 oder Mk7? Beide Varianten sind Formen von Vitamin K2 (Menachinon), unterscheiden sich aber deutlich in Struktur, Bioverfügbarkeit und empfohlener Dosierung.
Vitamin K2 trägt laut EFSA zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Welche Form für welchen Zweck besser geeignet ist, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab – darunter Halbwertszeit, Dosis und individuelle Ziele.
In diesem Vergleich erfahren Sie objektiv und wissenschaftlich fundiert, wie sich Menachinon-4 (Mk4) und Menachinon-7 (Mk7) unterscheiden, welche Dosierungen sinnvoll sind und für wen welche Variante in Frage kommt.
Was ist Vitamin K2 – und was unterscheidet Mk4 von Mk7?
Vitamin K2 gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wird unter dem Oberbegriff Menachinone zusammengefasst. Die Zahl nach dem "Mk" gibt die Anzahl der Isopreneinheiten in der Seitenkette an – ein entscheidender struktureller Unterschied.
- Mk4 (Menachinon-4): kurze Seitenkette, kommt natürlich in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Eigelb und Leber vor. Wird häufig synthetisch hergestellt.
- Mk7 (Menachinon-7): lange Seitenkette, wird durch bakterielle Fermentation gewonnen – klassischerweise aus Natto (fermentierte Sojabohnen).
Beide Formen aktivieren sogenannte K-abhängige Proteine wie Osteocalcin (für den Knochen) und Matrix-Gla-Protein (für die Gefäße). Der Mechanismus ist identisch, die Pharmakokinetik jedoch nicht. Hier kommt die Bioverfügbarkeit ins Spiel – ein zentraler Faktor beim Vergleich.
Bioverfügbarkeit & Halbwertszeit im Vergleich
Der wohl wichtigste Unterschied zwischen Mk4 und Mk7 liegt in der Verweildauer im Blut:
- Mk4: Halbwertszeit von nur ca. 1–2 Stunden. Der Blutspiegel steigt schnell, fällt aber ebenso rasch wieder ab. Daher sind mehrere Einzeldosen pro Tag notwendig, um einen konstanten Spiegel zu halten.
- Mk7: Halbwertszeit von ca. 72 Stunden (3 Tagen). Eine einmal tägliche Einnahme reicht aus, um stabile Blutspiegel zu erreichen. Zudem gelangt Mk7 effizienter in periphere Gewebe wie Knochen und Gefäßwände.
Studien zeigen: Bereits kleine Dosen Mk7 (ab ca. 90 µg) können Osteocalcin wirksam aktivieren, während Mk4 deutlich höher dosiert werden muss. Für die meisten Anwender im Alltag gilt Mk7 daher als die praktikablere und effizientere Form.
Dosierung: Wie viel Mk4 und Mk7 sind sinnvoll?
Die empfohlenen Dosierungen unterscheiden sich deutlich aufgrund der unterschiedlichen Pharmakokinetik:
- Mk4: In Studien häufig mit 15 mg (15.000 µg) dreimal täglich untersucht – also sehr hohe Dosen. Für den allgemeinen Einsatz werden oft 1–5 mg diskutiert.
- Mk7: Typische Dosierung zwischen 90–200 µg pro Tag. Diese Menge gilt als ausreichend für die volle Aktivierung von Osteocalcin.
Vitamin K2 wird häufig gemeinsam mit Vitamin D3, Magnesium und Calcium eingenommen, da diese Nährstoffe synergistisch zur Erhaltung normaler Knochen beitragen. Wer seine Grundversorgung optimieren möchte, findet bei YourPowerFoods passende Begleitprodukte wie Magnesium Citrat forte und Vitamin B Komplex forte.
Verträglichkeit, Nebenwirkungen & Wechselwirkungen
Beide K2-Formen gelten bei sachgerechter Dosierung als gut verträglich. Berichtete Nebenwirkungen sind selten und meist mild (z. B. Magen-Darm-Beschwerden). Dennoch gibt es wichtige Hinweise:
- Blutgerinnungshemmer: Wer Cumarin-Derivate (Vitamin-K-Antagonisten) einnimmt, sollte Vitamin K2 nur nach ärztlicher Rücksprache supplementieren – unabhängig von Mk4 oder Mk7.
- Fettlöslichkeit: Beide Formen sollten zu einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, um die Aufnahme zu optimieren.
- Schwangerschaft & Stillzeit: Dosierungen stets mit der Ärztin oder dem Arzt abstimmen.
Gute Kombinationspartner für den allgemeinen Zellschutz sind Coenzym Q10, Omega-3 (EPA/DHA) sowie OPC – etwa als OPC 500mg hochdosiert.
Für wen eignet sich welche Form?
Mk4 kann sinnvoll sein für:
- Personen, die sich an klinische Studienprotokolle mit Hochdosis-Anwendung orientieren möchten
- Anwender, die gezielt kurze, hohe Peak-Spiegel bevorzugen
Mk7 ist meist die bessere Wahl für:
- Den alltäglichen Gebrauch zur Unterstützung der normalen Knochenerhaltung
- Kombinationen mit Vitamin D3
- Menschen, die eine einmal tägliche, niedrig dosierte Einnahme bevorzugen
- Langfristige, gleichmäßige Blutspiegel
Fazit: Für die meisten gesundheitsbewussten Menschen ist Mk7 die praktischere und effizientere Wahl. Mk4 bleibt für spezifische Anwendungen interessant, erfordert aber deutlich höhere Dosen und häufigere Einnahmen.