Die Galenik ist die Kunst und Wissenschaft, einen Wirkstoff in eine für Dich anwendbare Form zu bringen. Der reinste Wirkstoff nützt nämlich wenig, wenn Dein Körper ihn nicht aufnehmen kann oder wenn er am falschen Ort freigesetzt wird. Die Galenik beschäftigt sich also mit der Frage: Wie verpacken wir einen Inhaltsstoff, damit er optimal wirkt?
Das Ergebnis dieser Wissenschaft sind die verschiedenen Darreichungsformen, die Du kennst: Kapseln, Tabletten, Pulver, Tropfen oder auch Cremes. Jede Form hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und wird gezielt ausgewählt. Soll ein Wirkstoff zum Beispiel schnell ins Blut gelangen, eignen sich vielleicht Tropfen. Soll er aber erst im Darm freigesetzt werden, weil er magenempfindlich ist, wählt man eine magensaftresistente Kapsel.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Galenik ist die Bioverfügbarkeit. Dieser Begriff beschreibt, wie viel von einem Wirkstoff tatsächlich im Blutkreislauf ankommt und dem Körper zur Verfügung steht. Durch galenische Kniffe, wie das Hinzufügen von Hilfsstoffen (z.B. Piperin beim Curcumin) oder die Verwendung spezieller Technologien wie Liposomen, kann die Aufnahme und damit die Wirksamkeit eines Stoffes erheblich verbessert werden. Eine gute Galenik ist also ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für jedes hochwertige Produkt.
Auch bekannt als
Pharmazeutische Technologie, Arzneiformlehre