Wenn du an den Duft von Lavendel, Zitronen oder Kiefernnadeln denkst, dann denkst du an Terpene. Diese große und vielfältige Klasse von organischen Molekülen wird von Pflanzen produziert und ist für deren typisches Aroma und oft auch für ihren Geschmack verantwortlich. Sie sind die Hauptbestandteile von ätherischen Ölen und Harzen und dienen der Pflanze unter anderem zur Abwehr von Schädlingen und zur Anlockung von bestäubenden Insekten.
Doch Terpene können mehr als nur gut riechen. In der Pflanzenheilkunde und Aromatherapie werden sie seit Jahrhunderten für ihre vielfältigen Eigenschaften geschätzt. Jedes Terpen hat ein einzigartiges Wirkungsprofil. Limonen, das in Zitrusfrüchten vorkommt, wird beispielsweise eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben, während Linalool aus Lavendel für seine beruhigenden Eigenschaften bekannt ist.
Auch in der Ernährung spielen Terpene eine Rolle. Sie sind in vielen Kräutern, Gewürzen, Früchten und Gemüsen enthalten und tragen nicht nur zum Aroma bei, sondern besitzen auch antioxidative und entzündungshemmende Potenziale. Die Forschung zu Terpenen ist hochaktiv, insbesondere im Zusammenhang mit dem sogenannten Entourage-Effekt bei der Hanfpflanze, wo sie die Wirkung von Cannabinoiden wie CBD synergistisch verstärken sollen.
Auch bekannt als
Terpenoide, Isoprenoide