Wofür ist Shilajit gut?
Shilajit wird in klinischen Studien vor allem in vier Bereichen untersucht: männlicher Hormonhaushalt (Testosteron, Spermienbildung), körperliche Leistungsfähigkeit und ATP-Produktion, Knochendichte bei Frauen nach der Menopause sowie als adaptogenes Mittel gegen Erschöpfung. Der schwarzbraune Harzausfluss aus Gesteinsschichten enthält laut Übersichtsarbeit von Agarwal et al. (Phytotherapy Research 2007) eine komplexe Mischung aus Huminsubstanzen, pflanzlichen und mikrobiellen Metaboliten.
Was Shilajit chemisch genau ist, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Kamgar et al. (Critical Reviews in Analytical Chemistry 2025) halten in ihrer Übersicht fest, dass keine umfassende chemische Analyse existiert und selbst die Entstehung – aus Pflanzenresten, tierischen Ausscheidungen oder mineralischer Absonderung – umstritten ist. Was du im Lexikon zu Shilajit und Mumijo findest, ist der Konsens der bekannten Bestandteile.
Testosteron und Spermienqualität
Die meistzitierte Humanstudie stammt von Pandit et al. (Andrologia 2016). 90 Tage lang erhielten Männer zwischen 45 und 55 Jahren zweimal täglich 250 mg gereinigtes Shilajit oder Placebo. Am Ende zeigten sich in der Verum-Gruppe signifikant höhere Werte bei Gesamt-Testosteron, freiem Testosteron und DHEAS (P < 0,05). Die Gonadotropine LH und FSH blieben stabil.
Stohs (Phytotherapy Research 2014) fasst in seiner Sicherheits- und Wirksamkeitsübersicht zusammen, dass Shilajit sowohl im Tiermodell als auch beim Menschen die Spermatogenese verbessert. Als aktive Bestandteile gelten Dibenzo-α-Pyrone und Fulvinsäure.
Körperliche Leistung und Erschöpfung
Stohs beschreibt Shilajit außerdem als „Revitalizer", der die ATP-Produktion in den Mitochondrien unterstützt und Erschöpfung reduziert. Der Begriff Adaptogen stammt aus der Übersichtsarbeit von Agarwal et al. (2007) – gemeint ist ein Stoff, der die unspezifische Widerstandskraft des Körpers erhöhen soll.
Knochendichte nach der Menopause
Pingali & Nutalapati (Phytomedicine 2022) führten eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an Frauen nach der Menopause mit Osteopenie durch. Shilajit-Extrakt reduzierte in ihrer Untersuchung oxidativen Stress und Entzündungsmarker und erhielt dosisabhängig die Knochenmineraldichte.
Wie viel Rohstoff steckt in einer Kapsel?
Eine Kapsel Mumijo Shilajit im Vorteilsset 2+1 enthält 500 mg Mumijo-Extrakt im Verhältnis 10:1. Das entspricht 5.000 mg – also 5 Gramm – Rohharz pro Kapsel.
Das Set liefert 3 Dosen à 60 Kapseln, zusammen 180 Kapseln, zum Preis von 49,90 EUR. Rechnerisch ergibt das rund 0,28 EUR pro Kapsel. Nimmst du dich an die Dosierung der Pandit-Studie von 2 × 250 mg (= 1 Kapsel Extrakt entspricht dieser Größenordnung) an, reicht eine Dose 60 Tage, das Set 180 Tage. Der Tagespreis liegt dann bei etwa 0,28 EUR.
Was in der Kapsel drin ist – und was nicht
Zutaten: Mumijo-Extrakt 10:1, Kapselhülle aus pflanzlicher Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC). Keine Farbstoffe, keine Aromen, kein Magnesiumstearat, kein Gentechnik-Zusatz. Vegan, laborgeprüft.
Was die Forschung NICHT zeigt
Die Datenlage ist überschaubar. Stohs (2014) weist ausdrücklich darauf hin, dass es „relativ wenige gut kontrollierte Humanstudien" gibt – vieles stammt aus Tier- und Zellversuchen. Kamgar et al. (2025) kritisieren, dass die chemische Zusammensetzung nicht abschließend geklärt ist, was Chargenunterschiede erklären könnte. Wirkungen wie ein garantierter Testosteronanstieg bei jedem Anwender, eine Anti-Aging-Wirkung oder ein Nutzen bei konkreten Erkrankungen sind durch die vorliegenden Studien nicht belegt. Wer Medikamente nimmt, schwanger ist oder chronisch krank ist, sollte die Einnahme mit einem Arzt besprechen.