Die Frage, ob scharfe Gewürze gut oder schlecht für die Verdauung sind, lässt sich nicht pauschal beantworten – es kommt auf das Gewürz, die Menge und die individuelle Verträglichkeit an. Viele scharfe Gewürze enthalten Wirkstoffe, die in Maßen genossen, die Verdauung sogar fördern können.
Ein hervorragendes Beispiel ist Ingwer. Sein Wirkstoff Gingerol verleiht ihm nicht nur die Schärfe, sondern kann auch die Produktion von Speichel und Magensaft anregen, was die Verdauung einleitet. Zudem kann Ingwer die Darmbewegung fördern und wird traditionell bei Völlegefühl und zur Unterstützung einer normalen Magenfunktion eingesetzt. Ähnliches gilt für die Schärfe aus Pfeffer (Piperin), die die Bioverfügbarkeit anderer Stoffe wie Curcumin erhöhen kann.
Allerdings kann ein Zuviel an Schärfe, insbesondere aus Chilis (Capsaicin), bei empfindlichen Personen die Schleimhäute reizen und zu Sodbrennen oder Magenschmerzen führen. Menschen mit einem empfindlichen Magen oder einem Reizdarmsyndrom sollten vorsichtig sein und langsam testen, welche Schärfe und welche Menge sie gut vertragen. Generell gilt: In Maßen genossen und als Teil einer ausgewogenen Mahlzeit können Gewürze wie Ingwer und Curcuma einen wertvollen Beitrag zur Verdauungsgesundheit leisten.