Vitamin K ist eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die hauptsächlich für ihre Rolle bei der Blutgerinnung bekannt sind. Man unterscheidet vor allem zwischen Vitamin K1 (Phyllochinon), das in grünem Blattgemüse vorkommt, und Vitamin K2 (Menachinon), das von Bakterien produziert wird und in fermentierten Lebensmitteln und tierischen Produkten zu finden ist. Während Vitamin K1 primär in der Leber für die Synthese von Gerinnungsfaktoren benötigt wird, hat Vitamin K2 weitere wichtige Funktionen im Körper, insbesondere im Kalziumstoffwechsel. Vitamin K2 ist dafür verantwortlich, bestimmte Proteine zu aktivieren, die den Transport und die Verwertung von Kalzium regulieren. Eines dieser Proteine ist Osteocalcin, das Kalzium in die Knochen und Zähne einbaut und so zu deren Festigkeit beiträgt. Ein weiteres wichtiges Protein ist das Matrix-GLA-Protein (MGP), das Kalzium aus den Arterien und anderen Weichteilgeweben fernhält. Auf diese Weise trägt Vitamin K2 dazu bei, die Knochen stark zu halten und gleichzeitig die Gefäße vor Verkalkung (Arteriosklerose) zu schützen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 kann somit das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Vitamin K2 wird oft in Kombination mit Vitamin D3 supplementiert, da die beiden Vitamine synergistisch zusammenarbeiten. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium, während Vitamin K2 dafür sorgt, dass dieses Kalzium an die richtigen Stellen im Körper gelangt. Gute Quellen für Vitamin K2 sind fermentierte Lebensmittel wie Natto (eine japanische Spezialität aus Sojabohnen), Käse (insbesondere Hartkäse wie Gouda) und Quark sowie Eigelb und Leber. Die DGE gibt einen Schätzwert für die angemessene Zufuhr von Vitamin K für Erwachsene von 60-80 µg pro Tag an, ohne zwischen K1 und K2 zu unterscheiden. Viele Experten halten jedoch höhere Dosen von Vitamin K2 für optimal.
Natürliche Quellen
Fermentierte Lebensmittel (Natto, Käse, Quark), Eigelb, Leber.
Wissenschaftliche Quellen
DGE, EFSA, PubMed, Healthline