Niacin, auch als Vitamin B3 bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, das in zwei Hauptformen vorkommt: Nicotinsäure und Niacinamid (auch Nicotinamid genannt). Beide Formen werden im Körper in die aktiven Coenzyme Nicotinamidadenindinukleotid (NAD) und Nicotinamidadenindinukleotidphosphat (NADP) umgewandelt. Diese Coenzyme sind an über 200 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt und spielen eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei, indem es am Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen beteiligt ist. Es ist auch für die Funktion des Nervensystems von entscheidender Bedeutung. Niacin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei. Ein schwerer Mangel an Niacin führt zur Krankheit Pellagra, die durch die "drei Ds" gekennzeichnet ist: Dermatitis (Hautentzündung), Diarrhö (Durchfall) und Demenz. Dies unterstreicht die Bedeutung von Niacin für die Hautgesundheit. Die EFSA hat bestätigt, dass Niacin zur Erhaltung normaler Haut und normaler Schleimhäute beiträgt. Darüber hinaus trägt Niacin zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Der Körper kann Niacin in geringen Mengen aus der Aminosäure Tryptophan selbst herstellen, der größte Teil muss jedoch über die Nahrung aufgenommen werden. Gute Niacinquellen sind Fleisch, Fisch, Geflügel, Vollkornprodukte und angereicherte Lebensmittel. In Nahrungsergänzungsmitteln wird oft Niacinamid verwendet, da es im Gegensatz zu Nicotinsäure nicht den sogenannten "Niacin-Flush" (eine vorübergehende Hautrötung) verursacht.
Natürliche Quellen
Niacin ist in Fleisch, Fisch, Geflügel, Vollkornprodukten, Pilzen und Erdnüssen enthalten.