Mangan ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das als Co-Faktor für eine Reihe von Enzymen dient und somit an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt ist. Eine seiner Hauptfunktionen ist die Beteiligung an der Bildung und Erhaltung von gesundem Knochengewebe. Mangan ist für die Aktivierung von Enzymen (Glykosyltransferasen) erforderlich, die für die Synthese von Proteoglykanen in Knorpel und Knochen notwendig sind. Es trägt somit zur Erhaltung normaler Knochen bei. Darüber hinaus spielt Mangan eine entscheidende Rolle beim Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Es ist ein zentraler Bestandteil des Enzyms Mangan-Superoxiddismutase (MnSOD), das in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, vorkommt. Dort neutralisiert es schädliche freie Radikale, die während der Energieproduktion entstehen. Mangan trägt auch zu einem normalen Energiestoffwechsel bei, indem es Enzyme aktiviert, die am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Cholesterin beteiligt sind. Weiterhin ist es für die Bildung von Bindegewebe wichtig. Ein Mangel an Mangan ist selten, kann aber zu Skelettdeformationen, einer gestörten Glukosetoleranz und Problemen mit dem Nervensystem führen. Eine übermäßige Aufnahme, insbesondere durch Inhalation von Manganstaub am Arbeitsplatz, kann toxisch sein und neurologische Störungen verursachen. Gute Nahrungsquellen für Mangan sind Vollkornprodukte, Nüsse, Blattgemüse und Tee.
Wirkung
Mangan trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur Erhaltung normaler Knochen, zu einer normalen Bindegewebsbildung und dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Dosierung
Die DGE schätzt die angemessene tägliche Zufuhr für Erwachsene auf 2-5 mg. Das BfR empfiehlt eine Höchstmenge von 0,5 mg pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln.
Natürliche Quellen
Haferflocken, Haselnüsse, Weizenkeime, Spinat, Ananas, schwarzer Tee.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2009;7(9):1217