Die Beziehung zwischen Sport und Immunsystem ist komplex und folgt einer sogenannten J-Kurve. Das bedeutet: Regelmäßige, moderate Bewegung stärkt das Immunsystem und reduziert die Infektanfälligkeit. Kein Sport oder aber exzessives, überforderndes Training können die Abwehrkräfte hingegen schwächen und das Risiko für Erkrankungen, insbesondere der oberen Atemwege, erhöhen.\n\nModerates Training, wie zügiges Gehen, Joggen, Schwimmen oder Radfahren, für etwa 30 bis 45 Minuten an den meisten Tagen der Woche, hat einen positiven Effekt. Es verbessert die Zirkulation der Immunzellen im Körper, sodass sie Krankheitserreger schneller entdecken und bekämpfen können. Zudem wirkt regelmäßige Bewegung entzündungshemmend und hilft beim Abbau von Stresshormonen, was dem Immunsystem zusätzlich zugutekommt.\n\nSehr intensive und lange Trainingseinheiten, wie sie im Leistungssport üblich sind, können den Körper jedoch stark belasten und zu einer vorübergehenden Schwächung des Immunsystems führen. Dieses Phänomen wird als 'Open-Window-Effekt' bezeichnet. In den Stunden nach einer extremen Belastung ist der Körper anfälliger für Viren und Bakterien. Deshalb sind ausreichende Regenerationsphasen, eine nährstoffreiche Ernährung und genügend Schlaf für Sportler besonders wichtig, um diesen Effekt zu minimieren und langfristig von den positiven Aspekten des Sports zu profitieren.