Melatonin gilt bei kurzfristiger Einnahme in den empfohlenen Dosierungen als sicher und gut verträglich. Da es sich um ein körpereigenes Hormon handelt, ist das Risiko von Nebenwirkungen im Vergleich zu synthetischen Schlafmitteln gering. Es führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, wie sie von Benzodiazepinen oder Z-Substanzen bekannt ist.
Du musst dir also keine Sorgen machen, dass du ohne Melatonin nicht mehr schlafen kannst, wenn du es eine Zeit lang eingenommen hast. Der Körper stellt seine eigene Produktion nicht ein. Es gibt auch keinen "Hangover"-Effekt am nächsten Morgen, solange die Dosierung angemessen ist und es nicht zu spät in der Nacht eingenommen wird. Die häufigste Empfehlung ist die Einnahme von etwa 1 mg ca. 30-60 Minuten vor dem Schlafengehen.
Dennoch ist es wichtig, verantwortungsvoll damit umzugehen. Melatonin ist eine Unterstützung für deine innere Uhr, kein Allheilmittel für Schlafstörungen. Es sollte nicht dauerhaft ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten eingenommen werden, insbesondere wenn du bereits Medikamente einnimmst oder an Vorerkrankungen leidest. Schwangere, Stillende und Kinder sollten von einer Einnahme absehen.