Sowohl Tinkturen als auch Tees sind beliebte Methoden, um die wohltuenden Eigenschaften von Kräutern zu nutzen, doch sie unterscheiden sich grundlegend in ihrer Herstellung und Konzentration. Ein Tee ist ein wässriger Auszug, bei dem Pflanzenteile mit heißem Wasser übergossen und für einige Minuten ziehen gelassen werden. Dabei lösen sich vor allem die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanze.
Eine Tinktur hingegen ist ein alkoholischer oder glycerinhaltiger Auszug. Durch den wochenlangen Mazerationsprozess werden nicht nur wasserlösliche, sondern auch fettlösliche und andere schwer lösliche Wirkstoffe aus der Pflanze extrahiert. Das Ergebnis ist ein wesentlich konzentrierterer Extrakt als bei einem Tee. Bereits wenige Tropfen einer Tinktur können die Wirkstoffmenge einer ganzen Tasse Tee enthalten.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Haltbarkeit. Während ein Tee immer frisch zubereitet werden sollte, sind Tinkturen durch den Alkohol oder das Glycerin über lange Zeit haltbar. Sie sind zudem praktisch für unterwegs und einfach in der Anwendung. Die Wahl zwischen Tee und Tinktur hängt letztlich von der gewünschten Intensität der Anwendung und den persönlichen Vorlieben ab.