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Zink und Selen

Das antioxidative Power-Duo für Immunsystem, Schilddrüse und Zellschutz

Zink und Selen gehören zu den wichtigsten Spurenelementen unseres Körpers – und sie entfalten ihre volle Wirkung besonders gut im Team. Beide Mineralstoffe sind essenziell, das heißt: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist auf eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung oder gezielte Supplementierung angewiesen.

Die Kombination von Zink und Selen wird von vielen Menschen gewählt, weil beide Spurenelemente laut EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beitragen. Darüber hinaus unterstützen sie eine normale Schilddrüsenfunktion – ein Bereich, in dem ihre synergistische Wirkung besonders sichtbar wird.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum die Kombination aus Zink und Selen so sinnvoll ist, wie du sie optimal dosierst und worauf du bei der Einnahme achten solltest.

Warum Zink und Selen gemeinsam sinnvoll sind

Zink und Selen sind beides essenzielle Mikronährstoffe, die in unserem Körper unterschiedliche, sich aber hervorragend ergänzende Aufgaben übernehmen. Während Zink an über 300 Enzymreaktionen beteiligt ist, wirkt Selen als zentraler Baustein antioxidativer Enzyme wie der Glutathionperoxidase.

Gemeinsame EFSA-zugelassene Aussagen für beide Nährstoffe:

  • Tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Tragen zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei (Selen) bzw. zu einem normalen Stoffwechsel (Zink)

Selen unterstützt außerdem laut EFSA eine normale Spermabildung sowie den Erhalt normaler Haare und Nägel – beides Bereiche, in denen auch Zink beiträgt. Die Überschneidungen machen die Kombination besonders stimmig.

Synergieeffekte: Wo sich Zink und Selen ergänzen

Die synergistische Wirkung von Zink und Selen ist besonders in drei Bereichen bemerkenswert:

1. Antioxidativer Zellschutz

Beide Spurenelemente sind Bestandteil körpereigener antioxidativer Systeme. Sie können dazu beitragen, die Zellen vor freien Radikalen und oxidativem Stress zu schützen. Ergänzend wirken Nährstoffe wie Vitamin C, OPC oder L-Glutathion – letzteres benötigt Selen zur Aktivierung.

2. Immunsystem

Zink ist für die Reifung und Funktion von Immunzellen zentral, Selen unterstützt zusätzlich die Abwehrkraft. Gemeinsam tragen sie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei – ein Grund, warum die Kombination vor allem in der kalten Jahreszeit geschätzt wird.

3. Schilddrüse & Hormonhaushalt

Selen ist essenziell für die Umwandlung der Schilddrüsenhormone, Zink unterstützt den normalen Testosteronspiegel im Blut. Beide zusammen leisten damit einen Beitrag zu einem ausgeglichenen Hormonstoffwechsel.

Dosierungsempfehlungen und Tagesbedarf

Die Nährstoffreferenzwerte (NRV) laut EU-Verordnung 1169/2011 liegen bei:

  • Zink: 10 mg pro Tag
  • Selen: 55 µg pro Tag

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen 7–16 mg Zink (je nach Geschlecht und Lebensphase) sowie 60–70 µg Selen täglich. Die sichere Obergrenze (UL) liegt laut EFSA bei 25 mg Zink und 300 µg Selen pro Tag und sollte nicht dauerhaft überschritten werden.

Für die alltägliche Nahrungsergänzung sind moderate Dosierungen im Bereich der NRV sinnvoll. Wer gezielt ergänzt, etwa bei einseitiger Ernährung oder erhöhtem Bedarf, sollte auf eine gute Bioverfügbarkeit achten – zum Beispiel Zink als Bisglycinat oder Citrat und Selen als Natriumselenit oder aus Selenhefe.

Wichtig: Eine Supplementierung ersetzt keine ausgewogene Ernährung. Paranüsse, Fisch, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne und Eier sind natürliche Quellen beider Spurenelemente.

Einnahme-Timing und Wechselwirkungen

Für eine optimale Aufnahme gelten folgende Empfehlungen:

  • Zink: Am besten nüchtern oder zu einer leichten Mahlzeit einnehmen. Calcium-, eisen- und phytatreiche Speisen (z. B. Vollkorn) können die Aufnahme hemmen.
  • Selen: Kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden, wird aber häufig morgens dosiert.
  • Kombination: Gemeinsame Einnahme am Morgen oder Vormittag ist praktikabel und gut verträglich.

Mögliche Wechselwirkungen

  • Zink & Kupfer: Hohe Zinkdosen über längere Zeit können den Kupferstatus beeinflussen – daher nicht dauerhaft überdosieren.
  • Zink & Eisen: Beide konkurrieren um dieselben Transporter – zeitlich versetzt einnehmen (mind. 2 Stunden Abstand).
  • Selen & Vitamin C: Hochdosiertes Vitamin C kann die Aufnahme bestimmter Selenverbindungen (z. B. Natriumselenit) reduzieren – zeitlich trennen.

Bei Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder Medikamenteneinnahme empfiehlt sich eine Rücksprache mit Ärztin oder Apotheker.

Sinnvolle Ergänzungen zu Zink und Selen

Je nach individuellem Ziel lassen sich Zink und Selen gut mit weiteren Nährstoffen kombinieren:

Wer auf antioxidativen Zellschutz setzt, findet in unserem L-Glutathion reduziert und OPC 500mg hochwertige Ergänzungen zur Zink-Selen-Basis. Für die tägliche Vitalroutine eignet sich zudem unser Vitamin C forte 540.

Verwandte Lexikon-Einträge

ZinkSelenVitamin COpc TraubenkernextraktL Glutathion Reduziert 500mgVitamin D3QuercetinCoenzym Q10Nac N Acetyl CysteinVitamin B12MagnesiumEisen

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Zink und Selen gleichzeitig einnehmen?
Ja, Zink und Selen können problemlos gemeinsam eingenommen werden. Sie konkurrieren nicht um dieselben Aufnahmewege und ergänzen sich in ihren Funktionen, insbesondere beim Zellschutz und für das Immunsystem.
Wie lange sollte man Zink und Selen einnehmen?
Bei Einhaltung der empfohlenen Tagesdosierung ist eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen oder Monate in der Regel gut verträglich. Für eine dauerhafte Supplementierung empfiehlt sich, gelegentlich pausieren zu lassen oder den Status ärztlich überprüfen zu lassen.
Kann man zu viel Zink oder Selen einnehmen?
Ja. Die EFSA gibt eine sichere Obergrenze von 25 mg Zink und 300 µg Selen pro Tag an. Eine dauerhafte Überschreitung sollte vermieden werden, da sie zu Nebenwirkungen wie Kupfermangel (Zink) oder Selenose (Selen) führen kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Einnahme?
Zink wird am besten nüchtern oder zu einer leichten Mahlzeit eingenommen, Selen ist zeitlich flexibel. Die gemeinsame Einnahme am Morgen oder Vormittag hat sich in der Praxis bewährt.
Welche Lebensmittel liefern natürlich Zink und Selen?
Gute Quellen für Zink sind Kürbiskerne, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Käse und Fleisch. Selen steckt vor allem in Paranüssen, Fisch, Eiern und Pilzen. Eine Paranuss pro Tag deckt bereits einen großen Teil des Selenbedarfs.

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