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Deine Prostata ist eine kleine Drüse – etwa walnussgroß – aber mit großer Wirkung. Sie sitzt unter der Harnblase und umschließt die Harnröhre. Mit zunehmendem Alter verändert sich dieses Gewebe: es wächst, wird empfindlicher für Hormonschwankungen und reagiert stärker auf Entzündungsprozesse.
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Ab etwa dem 40.–50. Lebensjahr kommt es bei vielen Männern zu:
Das ist nicht nur lästig, sondern kann langfristig auch das Risiko für Harnwegsinfekte und Blasenprobleme erhöhen.
Pflanzliche Wirkstoffe zielen vor allem auf drei Bereiche, die für deine Prostata entscheidend sind:
Gut ausgewählte Pflanzen können leichte bis mittelschwere Beschwerden lindern oder vorbeugend eingesetzt werden. Sie ersetzen aber keine ärztliche Diagnostik – vor allem nicht, wenn du Blut im Urin, starke Schmerzen oder plötzlich veränderte Beschwerden bemerkst.
Bevor wir auf einzelne Heilpflanzen eingehen, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Pflanzenstoffe, die deine Prostata generell unterstützen.
Phytosterole sind pflanzliche „Verwandte” des Cholesterins. Sie können in der Prostata:
Sie kommen z. B. in Kürbiskernen, Sägepalmenfrüchten, Soja, Sesam und anderen Ölsaaten vor.
Diese sekundären Pflanzenstoffe findest du unter anderem in Leinsamen, Vollkorngetreide und Sojaprodukten. Sie wirken leicht hormonmodulierend, antioxidativ und können dabei helfen, einen gesunden Östrogen‑ und Androgenstoffwechsel zu fördern – ein wichtiger Punkt in der Prostataprävention.
Oxidativer Stress schädigt langfristig Zellen – auch in der Prostata. Wichtige pflanzliche Antioxidantien sind:
Ein Ernährungsmuster mit vielen dieser Stoffe ist die Basis. Spezielle Prostata-Pflanzen wie Kürbiskerne oder Sägepalme setzen dann gezielt darauf auf.
Kürbiskerne sind fast schon der „Volksklassiker”, wenn es um Prostata und Blase geht – und das nicht ohne Grund.
Kürbiskerne und Kürbiskernöl enthalten:
Studien deuten darauf hin, dass Kürbiskernextrakte bei leichter bis moderater BPH Harndrang und Restharn-Gefühl lindern können.
So kannst du Kürbis gezielt für deine Prostata nutzen:
Wenn du Nahrungsergänzungsmittel nutzt, achte auf:
Kürbiskerne sind kein Wundermittel – aber ein unkomplizierter, schmackhafter Baustein deiner täglichen Prostata-Routine.
Die Sägepalme (Serenoa repens, Saw Palmetto) zählt zu den am besten untersuchten Pflanzen bei gutartiger Prostatavergrößerung.
Die Wirkstoffe stammen aus den fetten Beeren der Pflanze. Sie enthalten:
Man geht davon aus, dass Sägepalme:
Viele Männer berichten unter standardisierten Extrakten über:
Nicht jedes Produkt ist gleich wirksam. Achte auf:
Nimm Sägepalme idealerweise über mehrere Wochen bis Monate ein, da pflanzliche Effekte Zeit brauchen.
Sägepalme gilt bei den meisten Männern als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen:
Wichtig: Sägepalme darf keine urologische Abklärung ersetzen. Gerade wenn du 45+ bist, sollten neue oder zunehmende Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden – auch, um ein Prostatakarzinom auszuschließen.
Neben Kürbiskernen und Sägepalme gibt es eine Reihe weiterer Pflanzen, die traditionell für Blase und Prostata genutzt werden – oft in Kombination.
Die Brennnesselwurzel (nicht zu verwechseln mit den Blättern als „Entwässerungstee”) wird seit langem bei BPH eingesetzt.
Ihre Effekte:
In der Praxis findest du sie meist als Extrakt in Kapseln oder Tabletten. Teezubereitungen aus der Wurzel sind möglich, aber weniger verbreitet.
Das kleine Weidenröschen (Epilobium parviflorum) ist in der Volksheilkunde ein klassischer Prostatatee.
Zugeschriebene Wirkungen:
Du kannst Weidenröschen z. B. so verwenden:
Die Studienlage ist im Vergleich zu Sägepalme dünner, aber viele Männer berichten über subjektive Besserungen.
Je nach Region und Tradition kommen außerdem zum Einsatz:
Für die gezielte Prostatagesundheit im Alltag konzentrierst du dich besser auf bewährte Kombinationen wie Sägepalme + Brennnesselwurzel + Kürbiskerne und ergänzt sie, wenn du möchtest, um einen gut verträglichen Blasen- und Prostatatee.
Pflanzen für eine gesunde Prostata wirken am besten, wenn sie Teil eines stimmigen Gesamtpakets sind. Nur Kapseln zu schlucken und sonst alles zu lassen wie bisher, bringt selten nachhaltige Effekte.
Achte auf ein Muster, das Entzündungen bremst und reich an Schutzstoffen ist:
Reduziere möglichst:
Was deiner Prostata zusätzlich guttut:
Schon 30 Minuten zügiges Gehen an den meisten Tagen der Woche sind ein spürbarer Anfang.
Auch wenn etwas „natürlich” ist, kann es Neben- und Wechselwirkungen haben. Beachte daher:
Pflanzen können viel bewirken, sind aber ein Baustein – kein Ersatz für eine fundierte medizinische Betreuung.